Hallo Herr Durchblicker,
Sie sehen die Demokratie deutlich mit anderen Augen und beurteilen mit vollkommen anderen Maßstäben verschiedene, essentielle Themen.
Ich glaube kaum das wir gemeinsam je einander überzeugen können.
Das geplante 900 MW Steinkohlekraftwerk ist nicht IRGENDEIN Projekt, dass man, nur weil die Herren und Damen aus dem Gemeinderat gewählt worden sind, die freie Hand in ALLES haben sollen.
Erst recht nicht wenn die MEHRHEITLICHE Bevölkerung DAGEGEN ist.
Wenn aber die hiesige CDU um welchen Grund auch immer unverständlicher Weise den Mehrheitlichen Charakter anzweifeln will, ist es an der Zeit, dieses mit einer Bürgerbefragung rechtzusetzen.
Persönlich habe ich keine Angst für das Ergebnis.
Das ein Kraftwerk in Seenähe Standortvorteile besitzt, kann ich nur teilweise nachvollziehen. In Erhohlungsgebiete, Küstengbiete etc. ist es selbstverständlich zu erwarten das der Widerstand unter der Bevölkerung größer ist als irgenwo anders. Ich erfahre es als eine regelrechte Unverschämtheit das man selbst diese Gebiete nicht vor diesem Irrsinn verschont!
Vor Ort haben wir das immense Glück es mit einer BI zu tun zu haben die stark,festentschlossen und bereit zu kämpfen ist. Auch der Druck von der andersdenkenden Politik wird immer größer. (auch Kirche und viele Verbände stehen mittlerweile neben uns)
Der Leeraner Kreistag hat in seiner Sitzung am Dienstag MEHRHEITLICH den Bau von Kohlekraftwerken (auch JADE-Ems), die nach dem derzeitigen Stand der Dinge konstruiert sind, mit deutlicher Mehrheit ABGELEHNT. Damit folgte der Kreistag einem Antrag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dieter Baumann. (es gibt zum Glück noch vernünftige CDU-Polituker)
Mit diesen Beschlüssen spricht sich der Kreistag zugleich auch GEGEN das in Dörpen geplante Kraftwerk aus!
Die Kohle bleibt was meine Wenigkeit angeht vorzugsweise für die kommenden paar hundert Jahre im Boden, weil nur zukunftsorientierte Energie und Energie, die zu Dörpen und Samtgemeinden passt, die EINZIGE Form der Stromerzeugung sein wird, die vor Ort mehrheitlich akzeptiert werden wird. Alles andere ist Zeitverspielung. Haren ist mit Enercon (zu erwarten 1000 Arbeitsplätze) ein gutes Beispiel wie es auch kann!
Außerdem finde ich es unverantwortlich einen ca. 35 jährigen, großen Arbeitsgeber wie Nordland (1600 Arbeitsplätze) zB nicht mit GAS, wenn überhaupt nötig, entgegen zu kommen?
Kohle wäre für diesen Konzern die schlechteste Option und das ist verständlich.
Kohle ist für Sie, aber NICHT für die Bevölkerung eine Option, Herr Durchblicker und wenn Sie CO2 unbedingt als Pflanzendünger in Ihrem Garten verwenden wollen, bitteschön! Vielleicht wohnen sie in der Nähe von Frau Merkel dann können Sie ihre Blümchen gleich mit düngen!
Wir werden noch verbissener weiterkämpfen. Um welche NSG es sich handelt können sie aus den Gutachten entnehmen, die auf der Seite der Gemeinde Dörpen einzulesen sind.
Wir sind in einer Phase angekommen wobei jede Unterstützung jedes einzelnen aktiven Bürgers wichtig ist. Wenig Zeit für unfruchtbare Diskussionen. Sie denken doch nicht das wir Däumchen drehen , wenn so viel auf dem Spiel steht??
Wir, die Bürger sind nämlich diejenigen die den Kohle-Wahnsinn in ALLEN Hinsichten letztendlich ausbaden werden!
Ja, ja, Ihre Kohle ist sauber bin ich nicht vergessen.....gähn..schnarch...
Sie haben ohne jeglichen Zweifel immer eine Antwort parat, aber gerade diese oberflächliche Art macht es, das Sie mich als ÜBERZEUGTER Gegner noch mehr für diesen ungleichen Kampf gestärkt haben. DANKE!
Weit weg von NEUEN Kohlekraftwerken: überzeugter dann je zu vor!
Vielleicht haben Sie Lust am Sonntag zur Demo nach Emden zu kommen.
Grüezi!