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Autor Thema: Alles für die Wirtschaft  (Gelesen 4103 mal)

Durchblicker

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Aw: Alles für die Wirtschaft
« Antwort #45 am: 31. Mai 2009, 13:47:36 »

Norbert K. Papenburg schrieb:
Zitat

Zahlen und Fakten:dry:  und nicht immer nur dumm rumlabern, oder gehören Sie auch zu denen die über einen Monat nur für die Energiekonzerne arbeiten, ohne darüber nachzudenken.

Wenn Sie alles wissen, fragen sie auch nicht mehr, stimmt´s! Ich finde, Sie sind ganz schön indiskret. Oder auf deutsch, das geht Ihnen einen feuchten Kehricht an.
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Norbert K. Papenburg

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Aw: Alles für die Wirtschaft
« Antwort #46 am: 31. Mai 2009, 21:29:09 »

Hallo Durchdrücker,

grundsätzlich haben Sie ja vielleicht recht, dass mich das nichts angeht.

Aber wenn meinen Kindern wegen der Verschwendung von Energie die Zukunft genommen wird geht mich das ganz wohl was an.

Also wie viel 5000, 6000, 7000, 8000 .....KW?
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Durchblicker

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Aw: Alles für die Wirtschaft
« Antwort #47 am: 31. Mai 2009, 23:31:42 »

Norbert K. Papenburg schrieb:
Zitat

grundsätzlich haben Sie ja vielleicht recht, dass mich das nichts angeht.

Nicht vielleicht, ganz sicher!

Zitat
Aber wenn meinen Kindern wegen der Verschwendung von Energie die Zukunft genommen wird geht mich das ganz wohl was an.

Also wie viel 5000, 6000, 7000, 8000 .....KW?

Ich sagte es ist trotz ständiger Ermahnung und versuchten Einsparungen immer noch zu viel, aber dafür bezahle ich den Strom, \\\"dank\\\" EEG und Emissionshandel auch zu viel, aber darum geht es nicht. Es geht um die Zukunft unserer Kinder und die Wirtschaftskraft unseres Landes. Dafür brauchen wir eine bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung ohne Abhängigkeiten von wenigen Ländern.
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Zumila

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Aw: Alles für die Wirtschaft
« Antwort #48 am: 31. Mai 2009, 23:56:57 »

Hilfreich für eine solche Diskussion ist immer ein klein bischen Hintergrundwissen. Alternativ wäre es ebenso hilfreich sich solch ein Hintergrundwissen aneignen zu wollen oder auch gute Tipps anzunehmen. Beides ist nicht immer einfach, Borniertheit ist die ungünstigste aller denkbaren Alternativen.
 
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Durchblicker

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Aw: Alles für die Wirtschaft
« Antwort #49 am: 01. Juni 2009, 12:01:21 »

Zumila schrieb:
Zitat
Hilfreich für eine solche Diskussion ist immer ein klein bischen Hintergrundwissen. Alternativ wäre es ebenso hilfreich sich solch ein Hintergrundwissen aneignen zu wollen oder auch gute Tipps anzunehmen. Beides ist nicht immer einfach, Borniertheit ist die ungünstigste aller denkbaren Alternativen.
 

Dieses Hintergrundwissen ist bei mir vorhanden. Was diese Grafik nicht ausweist, sind folgende Tatsachen.
Die Stromerzeugungskosten bei KKW oder Kohlekraftwerken liegen bei 2-3 ct/kWh. Durch den unsinnigen und überflüssigen Emissionshandel wird dieser um 100% erhöht. Zudem drückt insbesondere die unstete Windenergie die Kraftwerke manchmal in den Teillastbereich, wodurch sich der Wirkungsgrad verschlechtert, Ressourcen verschwendet und die Kosten erhöht werden. Im nächsten Moment müssen sie bei fehlender Windenergie das Netz wieder stabilisieren. Nicht selten führt die Windenergie zu Schwankungen pro Tag im Netz, die die Kapazität von 10 Großkraftwerken entsprechen. Das erhöht natürlich massiv die Netzkosten, aber nicht nur das. Weil der Zufallswindstrom vorwiegend in Norddeutschland erzeugt und eher in der Mitte bzw. im Süden verbraucht wird, fehlt es an Übertragungskapazität. Der Netzausbau wird noch einmal Milliarden verschlingen.
Nur den EEG Anteil heran zu ziehen, ist wirklich etwas naiv. So viel zum Thema Hintergrundwissen.
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RoteKarte

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Aw: Alles für die Wirtschaft
« Antwort #50 am: 01. Juni 2009, 12:20:20 »

So funktioniert der Emissionshandel

Wir Verbraucher werden schamlos abgezockt!!!

Wo ist die Kritik vom Durchblicker an seinen Geldgeber?



Milliardengeschenk für die Stromversorger      

Mittwoch, 9. April 2008 11:37  

Die kostenlose Zuteilung der Zertifikate im Emissionshandel entwickelt sich für die europäischen Stromversorger zum Milliardengeschäft. Auch in der zweiten Phase des EU-Emissionshandels bis 2012 streichen die Energiekonzerne Zusatzgewinne ein, weil sie die Kosten für die Verschmutzungszertifikate an ihre Kunden weiterreichen, obwohl sie den Großteil der Emissionsrechte kostenlos erhalten.  

Eine Studie des WWF zeigt: Allein in Deutschland erzielen die Stromversorger so zusätzliche Gewinne in Höhe zwischen 14 und 34 Milliarden Euro in der zweiten Handelsperiode. \\\"Es ist nicht hinnehmbar, dass die Verbraucher die Zeche für eine klimaschädliche Energieproduktion zahlen, während sich die Energiekonzerne eine goldene Nase verdienen\\\", ärgert sich Juliette de Grandpré vom WWF Deutschland. \\\"Nur wenn möglichst schnell alle Emissionszertifikate versteigert werden, können die Klimaschutzziele der Europäischen Union erreicht werden\\\", so die Expertin.

Die WWF-Studie, durchgeführt von Point Carbon - der weltweit führenden Informationsplattform zu Kohlenstoffmärkten - analysiert die Mitnahmeeffekte in Deutschland, Großbritannien, Italien, Polen und Spanien. Der Report zeigt, dass die Gesamterlöse der Stromversorger in den untersuchten Ländern bis 2012 bis zu 71 Milliarden Euro umfassen können. Das entspricht in etwa dem doppelten Bruttoinlandsprodukt von Slowenien.

Kein Wunder, dass die Gewinne in Deutschland am größten sind, denn dort treffen alle drei Voraussetzungen zu. In der ersten Phase des Emissionshandels 2003 bis 2007 wurden die Zertifikate an die deutschen Stromkonzerne verschenkt - trotzdem erhöhten die Unternehmen den Strompreis mit der Begründung, das neue System treibe die Kosten in die Höhe. Ab 2008 sollen jährlich 9 Prozent der Verschmutzungsrechte versteigert werden. Nach Schätzungen des Umwelt-ministeriums wird das die Stromerzeuger etwa 400 Millionen Euro pro Jahr kosten. Diese Einnahmen sollen in Klimaprojekte in Deutschland und in Drittländern fließen.

Zertifikatehandel: Ein gigantisches Umverteilungsprogramm - aus der Tasche der Verbraucher in die Kassen der Aktionäre


Mehrere Politiker warnten die Konzerne davor, die Strompreise in der zweiten Phase des Emissionshandels erneut zu erhöhen. Die Kosten seien bereits \\\"eingepreist\\\", sagte SPD-Bundestagsfraktionsvize Ulrich Kelber. Die Unternehmen hätten bereits Milliardenbeiträge von den Verbrauchern eingestrichen. Würden die Preise nun weiter erhöht, wäre dies eindeutig \\\"Missbrauch der Marktmacht\\\" und könne zur Zerschlagung der Energiekonzerne führen. Kaum anzunehmen, dass sich die Konzerne durch die starken Worte beeindrucken lassen.  

Zu hoffen ist aber, dass die Politiker immerhin in ihren Zukunftsplänen standhaft bleiben. Ab 2013 nämlich sollen die Energieunternehmen für alle Verschmutzungsrechte bezahlen. Erst dann würde das System sauberen Strom finanziell begünstigen und den Anreiz schaffen, mehr Strom aus erneuerbaren Quellen zu produzieren.

Der Einsatz von Kohle zur Stromerzeugung führt jährlich zu mehr als einer Milliarde Tonne Kohlendioxid-Emissionen in Europa. Das sind rund 20 Prozent des derzeitigen europäischen Ausstoßes an Treibhausgasen. Der WWF fordert deshalb, dass ab 2013 alle Sektoren - vor allem aber der Stromsektor - die gesamten Zertifikate in Auktionen ersteigern müssen. Nur so könne das eigentliche Ziel des Emissionshandels, nämlich die Umstellung auf eine nachhaltige und sparsame Energieproduktion, erreicht werden. \\\"Preissteigerungen sind durch die Auktion nicht zu erwarten\\\", erklärt Juliette de Grandpré. \\\"Die Studie zeigt, dass die Preise für die CO2-Zertifikate bereits im Strompreis enthalten sind.\\\"

Der WWF fordert darüber hinaus, dass die Einnahmen aus der Auktion der Emissionszertifikate vollständig in Klimaschutzinstrumente in Europa und den Entwicklungsländern eingesetzt werden müssen. Nur so wird ein nachhaltiger Wandel zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft sichergestellt.

Hier finden Sie die Studie.

http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Point_Carbon_WWF_Windfall_profits_Mar08_Final_01.pdf
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Durchblicker

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Aw: Alles für die Wirtschaft
« Antwort #51 am: 01. Juni 2009, 22:27:37 »

RoteKarte schrieb:
Zitat
So funktioniert der Emissionshandel

Wir Verbraucher werden schamlos abgezockt!!!

Ich vergaß, der Emissionshandel ist nicht nur blödinnig und überflüssig, er ist auch noch stümperhaft und äußerst dämlich umgesetzt. Dass die EVU dieses Geschenk zu unseren Lasten nicht ausschlagen ist wohl allzu verständlich. Wie naiv muss man sein, um zu glauben, dass irgend ein Konzern diesen Unsinn nicht einpreist, zumal die Zertifikate einen buchhalterischen Wert haben.

Zitat
Wo ist die Kritik vom Durchblicker an seinen Geldgeber?

Mein Geldgeber (Arbeitgeber) hat nichts, aber auch gar nichts mit der Energie- oder Rohstoffbranche zu tun. Demnach gibt es da auch nichts zu kritisieren, außer, dass er mir etwas mehr Geld zahlen könnte.
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RoteKarte

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Aw: Alles für die Wirtschaft
« Antwort #52 am: 02. Juni 2009, 07:35:05 »

Anatomie einer stillen Krise      

Dienstag, 2. Juni 2009 08:17  

300.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des Klimawandels. Vor allem die Entwicklungsländer werden demnach von den Folgen der Erderwärmung in einer Tragweite überrollt, die in ihrer Tragweite einem Tsunami im Indischen Ozean entsprichen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Global Humanitarian Forum (GHF) in Genf, die zum Beginn des UN-Klimagipfels in Bonn veröffentlicht wurde.

Der Bericht \\\"Die Anatomie einer stillen Krise\\\" zeichnet ein alarmierendes Bild: Bis 2030 wird sich die Zahl der Toten durch den Klimawandel bereits auf eine halbe Million jährich erhöhen. Bereits heute sind weltweit 325 Millionen Menschen von den Folgen der Erderwärmung betroffen. Der Klimawandel ist deshalb für die Studienautoren die größte humanitäre Herausforderung unserer Zeit.

Dürrenperioden, Überschwemmungen, Stürme oder der Anstieg des Meeresspiegels: 90 Prozent der Last des Klimwandels wird demnach von den Entwicklungsländern getragen, die historisch am wenigsten für die Erderwärmung verantwortlich sind. Jedes Jahr seien wirtschaftliche Verluste von 125 Milliarden Dollar pro Jahr zu verzeichnen, so die Studie. Bis 2030 wird sich die Summe der ökonomischen Schäden auf voraussichtlich 340 Milliarden Dollar erhöhen.

Die von den Industrieländern bereitgestellten Finanzmittel entsprechen laut Studie gerade einmal einem Prozent der nötigen Summen, um den Entwicklungsländern bei der Anpassung an den Klimawandel zu helfen. Sechs Monate vor der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen stehe die Welt deshalb an einem wichtigen Wendepunkt, so der Präsident des GHF Kofi Annan: \\\"Wir können es uns nicht länger leisten, die Auswirkungen des Klimawandels für den Menschen zu ignorieren\\\".


http://www.wir-klimaretter.de/content/view/3047/70/
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Durchblicker

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« Antwort #53 am: 02. Juni 2009, 19:08:08 »

RoteKarte schrieb:
Zitat

Dienstag, 2. Juni 2009 08:17  

300.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des Klimawandels. ...


Dieser Unsinn hat bei den Klimarealisten schon für reichlich Belustigung gesorgt.
http://sciencepolicy.colorado.edu/prometheus/a-methodological-embarassment-5314

Hier auch ein informativer Artikel aus \\\"Die Welt Online\\\".
http://www.welt.de/die-welt/article3831327/Kofi-Annan-warnt-vor-Millionen-Klimatoten-in-Afrika-und-Asien.html
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Udo54

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Aw: Alles für die Wirtschaft
« Antwort #54 am: 02. Juni 2009, 21:09:12 »

Hallo RoteKarte,

dieses Ausmaß der Opfer zeigt die Gewalt die von Kohlekraftwerken und anderen klimafeindlichen Technologien ausgeht.

Man kann es nur immer wieder sagen: \\\"Wenn Unrecht das Recht ersetzt wird Widerstand zur Pflicht\\\". Nicht umsonst kennt das Grundgesetz auch ein Widerstandsrecht.

Widerstand muss natürlich gewaltfrei sein. Meiner Meinung nach sind aber auch Gesetzesübertretungen - wie Bauplatzbesetzungen oder Blockaden - moralisch gerechtfertigt, angesichts der strukturellen Gewalt und der Todesopfer.

Mit freundlichen Grüßen

Udo Schuldt

Durchblicker

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« Antwort #55 am: 02. Juni 2009, 21:40:26 »

Udo54 schrieb:
Zitat
Hallo RoteKarte,
Man kann es nur immer wieder sagen: \\\"Wenn Unrecht das Recht ersetzt wird Widerstand zur Pflicht\\\". Nicht umsonst kennt das Grundgesetz auch ein Widerstandsrecht.

Das Recht geben die Gesetze vor und wer sich an die Gesetze hält, verhält sich entsprechend unserer demokratischen Grundordnung. Wer glaubt, seine eigenen Gesetze machen zu können, verhält sich asozial und soll die Härte der entsprechenden Gesetz zu spüren bekommen.

Zitat
Widerstand muss natürlich gewaltfrei sein. Meiner Meinung nach sind aber auch Gesetzesübertretungen - wie Bauplatzbesetzungen oder Blockaden - moralisch gerechtfertigt, angesichts der strukturellen Gewalt und der Todesopfer.

Diese \\\"Opfer\\\" sind zum Glück nur virtuell und das Ergebnis von Computerspielen. Diese Opfer des Klimaunsinns sind leider real.
http://www.welthungerhilfe.de/biokraftstoff-lebensmittelpreise.html
Zudem kommen noch die Millionen, die unsere Hilfe brauchen und wir ihnen mit Regentänzen unter die Arme greifen.
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Udo54

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Aw: Alles für die Wirtschaft
« Antwort #56 am: 03. Juni 2009, 06:37:55 »

Hallo RoteKarte,

was ich noch nicht erwähnte sind die Opfer des Autoverkehrs. Ähnlich wie die Opfer der Kohlekraftwerke und der Klimakatastrophe zählen sie auch zur strukturellen Gewalt.

Pro Jahr sterben weltweit etwa 1,2 Millionen Menschen bei Autounfällen und nochmal ca. 3 Millionen durch die schlechte Luft in den Städten, die vorrangig von Autos und in zweiter Linie durch Industrie und Kraftwerke verursacht wird.

Die größte Zahl der menschenverursachten Opfer bildet die Gruppe der Hungertoten. 25000 Menschen pro Tag. Sie sind teilweise auch Opfer des Klimawandels, da die Lebensbedingen durch die Erderwärmung verschlechtert werden. Der Krieg in Dafur ist mit dadurch verursacht. Jakob von Uexküll, der Schöpfer des Alternativen Nobelpreises, hält den Krieg in Dafür für den ersten Klimakrieg. Eine Auffassung die auch von Harald Welzer in seinem Buch \\\"Klimakriege\\\" vertreten wird.

Natürlich leisten auch Agrarenergien ihren Beitrag zum Welthunger. Indirekt werden sie auch durch die Klimakatastrophe verursacht, da sie zu den regenerativen Energien zählen. Dadurch, dass sie die Nahrungsmittelproduktion reduzierten, haben sie 2007 und 2008 den Hunger verschärft. Das ist ein falscher Weg, der aber auch von den Energie- und Autokonzernen forciert wird, die dort ganz dick mit im Geschäft sind. Z.B. BP, e-on und VW. Greenpeace ist z.B. weitgehend gegen Agrarenergien. Das weiß ich von Jan van Aken, Hamburger Bundestagskandidat der Linken, der bisher Greenpeace Kampaigner war (nun aber nicht mehr, da Greenpeace einen Zusammenhang zu Parteien ablehnt und Jan deshalb gekündigt hat). Das sind nur Beispiele. Die Firmen die da mitmischen, würden eine DIN-A4-Seite füllen. Wir haben bei den Agrarenergien also etwa dieselben Koalitionen wie bei der Kohle. Auf der einen Seite die Wirtschaftsparteien CDU, FDP, Teile der SPD und der Grünen, zusammen mit dem agrarindustriellen Komplex. Auf der anderen Seite viele \\\"Eine-Welt\\\"- und Umweltverbände und industriekritische Linke, auch sozialdemokratische und grüne Linke.

Ich werde mir die Studie, von der du berichtet hast, demnächst mal reinziehen. Sie ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden, da die Zahl der Klimatoten ja erst am Anfang ist und sie noch massiv weiter steigen werden.

Gandhi hat damals auch gegen Gesetze verstoßen, ebenso wie die \\\"Weiße Rose\\\". Gesetze sind kein ausreichender Maßstab. Wenn sie unmoralisch sind, darf man gegen sie verstoßen oder muss es sogar tun. Voraussetzung ist, dass der Verstoß gewaltfrei erfolgt und vorrangig der Allgemeinheit dient. Verstöße zum persönlichen Vorteil, etwa Falschparken oder Geschwindigkeitsübertretungen oder Steuern hinterziehen sind dadurch nicht gedeckt, da sie nicht vorrangig der Allgemeinheit dienen.

Mit freundlichen Grüßen

Udo Schuldt

RoteKarte

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Aw: Alles für die Wirtschaft
« Antwort #57 am: 03. Juni 2009, 12:12:41 »

Atomkonzerne drückten Sicherheitsstandards in der Asse

Hamburg - Auf Druck der Energiekonzerne hat die Gesellschaft für Strahlenforschung (GSF, heute Helmholtz-Zentrum) als Betreiberin des maroden Endlagers Asse II im Jahr 1975 ihre Sicherheitstandards für die Einlagerung von Atommüll gesenkt. Laut Greenpeace werde dies durch ein Schriftwechsel zwischen Stromkonzernen, GSF und Bundesinnenministerium belegt. So durften die an das Endlager gelieferten Fässer ab Dezember 1975 fünf Mal mehr Radioaktivität enthalten als ursprünglich vorgesehen.

\\\"Es gab eine heimliche Allianz zwischen der Politik und den Atomkonzernen\\\", so Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace. \\\"Die Atomindustrie hatte ein Entsorgungsproblem. Um es zu lösen, wurde die Sicherheit der Bevölkerung aufs Spiel gesetzt. Die Energiekonzerne handelten getrieben von Profitgier und die Politik hat sie dabei unterstützt.\\\"

In einem im Dezember 1974 von RWE und CO. verfassten Memorandum für die \\\"Beseitigung radioaktiver Rückstände aus Kernkraftwerken\\\" forderten die Stromkonzerne von der GSF geeignete Bedingungen für die Einlagerung des Atommülls, die ihrem \\\"...Wunsch nach kostenminimalen und ökonomischen Lösungen...\\\" entsprechen. Dabei schienen für die Atomkraftwerksbetreiber die radioaktive Strahlung abschirmende Betonummantelungen der Fässer \\\"...hinsichtlich einer optimalen Nutzung des Lagervolumens nicht sinnvoll zu sein\\\". Ab Mai 1975 war das Bundesministerium des Inneren mit einbezogen. Im Dezember 1975 erlaubte die GSF eine um das Fünffache höhere Radioaktivität der Atommüllfässer.

Bereits im Februar 2009 widerlegte Greenpeace die Darstellung der Atomindustrie, Müll aus privatwirtschaftlichen Atomkraftwerken sei nur in geringen Mengen in die Asse verklappt worden. Tatsächlich stammen mehr als 70 Prozent der Radioaktivität von atomaren Abfällen aus Atomkraftwerken der vier großen Energiekonzerne EnBW, RWE, Vattenfall und E.on.
Greenpeace fordert eine Brennstoffsteuer, über die die Energiekonzerne an den horrenden Sanierungskosten der Asse beteiligt werden. \\\"Die Atomkraftwerksbetreiber haben massiv am billigen Endlager Asse verdient\\\", so Heinz Smital. \\\"Sie müssen nach dem Verursacherprinzip nun für die Folgekosten ihrer Profitgier aufkommen.\\\" Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss, der die gravierenden Missstände in der Asse untersuchen soll, wird sich voraussichtliche Mitte Juni im niedersächsischen Landtag konstituieren.


Alles für die Wirtschaft - Menschenleben spielen keine Rolle!
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