@ Hahel:
Zunächst mal: informieren hilft! Erste EUROPAWEITE Ausschreibungen für Gewerke zum geplanten Kohlekraftwerk Dörpen wurden bereits vor mehr als eineinhalb Jahren über das Internet veröffentlicht. Ich konnte den (veralteten) link leider auf die Schnelle nicht finden, doch Sie können auf
www.fichtner.de unter Kraftwerksprojekte folgenden aussagekräftigen Ausschnitt finden:
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Kohlekraftwerke:
Generalplanung eines 900-MW-Steinkohlekraftwerks, Deutschland
Die STKW Energie Dörpen GmbH, ein Tochterunternehmen der BKW FMB Energie AG, möchte im norddeutschen Emsland ein 800 bis 900-MW-Steinkohlekraftwerk errichten. Fichtner wurde für das Gesamtprojekt als Generalplaner beauftragt. Der von Fichtner gewählte Standort weist eine günstige Infrastruktur auf. Die Kohleanlieferung ist per Schiff und Bahn möglich und zur Netzanbindung an eine 380-kV-Leitung führen kurze Wege. Darüber hinaus gibt es in unmittelbare Nähe einen möglichen Abnehmer von Strom und Dampf. Unsere Aufgaben umfassen die Standortauswahl, die EU-weite Ausschreibung und Unterstützung bei der Vergabe und Koordination der Lieferanten, die Genehmigungsplanung sowie die Bauleitplanung vor Ort.
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(Ach ja: der \\\"Abnehmer von Strom und Dampf\\\" ist ja nun auch nicht mehr!)
Sie sollten sich übrigens hüten, von \\\"Bevorzugung\\\" der Firmen vor Ort zu reden. Klingt verdächtig nach Korruption, und davon sollte man lieber nicht ausgehen.
Und jetzt zu den von Ihnen aufgeführten Aussagen:
Zu 1:
Auf
www.energie-doerpen.de können Sie lesen, dass Bkw für die Zeit NACH der Fertigstellung des Kraftwerkes, also im regelrecht laufenden Betrieb, von \\\"ca. 100 Arbeitsplätzen\\\" ausgeht. Da Bkw solche für Bürger interessanten Zahlen wohl eher schönt als herunterschraubt, kann man getrost von eher ca. 70 Arbeitsplätzen wie bei dem aktuell erwähnten Karlsruher Kraftwerk ausgehen.
Zu 2:
Ich gehe davon aus, dass Sie hier in der Region wohnen. Dann wissen Sie wohl auch, dass außer der Meyer-Werft und des Transrapids, der mittlerweile sowieso aus dem (Tourismus)geschäft ist, hier keinen nennenswerten touristischen Attraktionen vorhanden sind. Das Kerngeschäft liegt bei Radwanderern, Naturfreunden, Anglern. Alles Leute, denen die noch relativ saubere Luft hier zusagt. Sie glauben doch nicht allen Ernstes, dass diese Klientel noch hierher kommt, wenn erst mal ein schmauchendes Kohlekraftwerk hier steht? Davon abgesehen, dass die Zuzügler aus industriereichen Regionen, die hier in den letzten Jahrzehnten Häuser gekauft oder gebaut haben, ausbleiben werden. Wenn ein Rentnerehepaar aus Duisburg aus gesundheitlichen Gründen seinen Lebensabend im sauberen Emsland verbringen will, wird es sich diese Idee unter den derzeitigen Umständen gründlich überlegen. Das heisst, dass auch die Immobilienwerte hier neu bemessen werden müssen.
Das Kühlwasserreservoir eines Atommeilers mit einem Kohlekraftwerk vergleicht sich wie Äpfel mit Birnen. Ein Atomkraftwerk ist Mist, aber hier geht es um ein Kohlekraftwerk, das die Luft deutlich beeinflussen wird, außerdem hat Lingen als Stadt erheblich mehr Einwohner und touristische Attraktionen als das kleine Dorf Dörpen. Ebenso Bergkamen, das in einem Ballungsgebiet mit erheblich mehr Einwohnern liegt. Wenn man von Kohlekraftwerken und Industrie umzingelt ist, ist man über jedes noch so kleine grüne Bäumchen froh, unter das man sich am Wochenende legen kann.
Zu 3:
Landkreis und Herr Carli sind CDU-gefärbt und können deshalb als neutrale Sprachrohre nicht gewertet werden.