Hallo Hahel,
Obwohl ich genau wie der Schreiber von 797 mir davon bewusst bin das eine sachliche Diskussion mit Ihnen kaum möglich sein wird, möchte ich dennoch auf einige Punkte aus Ihren letzten 4 Beiträgen eingehen. Sie schreiben unter anderem: „Sollen die auf ein paar BI-Mitglieder hören? Die Politiker sind doch schließlich gewählt und können dann auch entscheiden! Das ist nun mal so in der Demokratie! Und außerdem, wer soll denn die Arbeitsplätze schaffen, die BI?“ (Ende Zitat)
Hinter der BI steht die Bevölkerung. Der Basisgedanke dahinter ist : Von Bürgern, für Bürger. Die BI repräsentiert indirekt die Bevölkerung die gegen das Kohlekraftwerk sind, dazu braucht nicht jeder Mitglied zu sein. Über 10.000 Bürger haben direkt schon am Anfang die BI-Unterschriftslisten gegen das Steinkohlekraftwerk unterschrieben. Einige Bürger taten es nicht aus ANGST!
Auch gab es in Dörpen im letzten Sommer eine Riesen( BI)-Demo, wo bewusst viele tausende Menschen sich auf die Beine gemacht haben um Ihren Unmut, Ihre Sorgen und Ihre Enttäuschungen bezüglich diesen Kohle-Wahnsinn zu zeigen. Eine Demo die selbst im Ausland Schlagzeilen gemacht hat! Petitionen sind abgegeben und vieles mehr aber Sie sprechen undifferenziert und respektlos von „ein paar Menschen“ .
Ihnen fehlen mit allem Respekt entweder vollständige Informationen zu einigen Themen oder es mangelt Ihnen am Willen einige Sachverhalte in der richtigen Proportion zu sehen.
Politiker sind tatsächlich durch die Bevölkerung gewählt; ganz speziell in diesem Fall, nämlich durch die MEHRHEIT der Wähler die mit stichhaltigen Argumenten bewusst GEGEN das Kohlekraftwerk im Emsland sind. Angesicht es um ein sehr weitreichendes und sehr verschmutzendes Projekt handelt, dass die Bürger im wahrsten Sinne des Wortes TRAGEN müssen, sollte in einer Demokratie die Stimme des Volkes besonders für die gewählten Politiker wichtig sein und Geltung haben!! Ihre Position verdanken die Politiker nämlich den Menschen denen sie nun eiskalt den Rücken zukehren. Ist das allen Ernstes Demokratie für Sie?
Es geht in diesen Planungen schließlich nicht um einen Kindergarten der in Betrieb genommen werden soll sondern um eine 900 MW Dreckschleuder die Ihres gleichen nicht kennt! Diesen Unterschied sollte man schon machen können..... und ein wenig politische Flexibilität diesbezüglich wäre in der heutigen Zeit des Klimawandels ebenfalls angebracht. Da kann man sich nicht hinter altertümlichen Floskeln wie die Ihre verstecken. Die 40iger Jahre sind vorbei.
Wenn Sie meinen das die Feinstaubschleuder Arbeitsplätze schafft, rechnen Sie sich reich. Genau wie die CDU. Von 200 Arbeitsplätzen kann nicht die Rede sein. Sie sprechen der CDU nach ohne sich zu informieren. Solche Art Kraftwerke geben allgemein ca. 80 bis 100 Arbeitsplätze ab. Die paar KKW-Arbeitsplätze werden in der Region, vor allem im Tourismus, viele Arbeitsplätze vernichten.
Arbeitsplätze die andere Arbeitsplätze zerstören sind NULL Arbeitsplätze.
Die CDU hat sich nicht einmal die Mühe gemacht für diese weitreichenden Planungen UNABHÄNGIGE Studien/Analysen in dieser Richtung zu beauftragen um heraus zu finden in wie weit dieses KKW den hiesigen Tourismus zerstört oder die ausgeprägte Landwirtschaft und Nahrungssicherheit vor Ort gefährdet. Schritte im Nachhinein zu unternehmen ist naiv und unverantwortlich. Alle Informationen sollten JETZT auf den Tisch und nicht nachdem das Genehmigungsverfahren begonnen ist.
Verantwortliche Politik heißt Entscheidungen zu treffen die A) durch das Volk unterstützt und getragen werden und B) wenn alle Anforderungen und Informationen bis ins Detail anwesend bzw. bekannt sind, UNABHÄNGIGE Untersuchungen, die dem naturverbundenen Emsland gerecht werden, stattgefunden haben. Keines der beiden Punkte wurden erfüllt!
Durch Ihre Aussagen könnte ich mir vorstellen das Sie neben dem qualmenden und schadstoffemittierenden Kühlturm Ihre Ferien verbringen würden aber heutzutage leben die meisten Leute bewusst, denn Gesundheit ist das kostspieligste (außer unseren Kindern) was wir als Mensch überhaupt haben. Also ersparen Sie uns bitte Ihre Sprüche über die angeblichen Arbeitsplätze die es letztendlich nämlich nicht geben wird. Was uns bleibt ist nur der Dreck und die Vielzahl an krankmachende Schadstoffe.
Gerade für Dörpen und Umgebung würde ein Steinkohlekraftwerk katastrophal sein und der ausgeleierte Spruch mit dem „ Strom aus der Steckdose“ gibt unverblümt Ihre einseitige, oberflächliche Einstellung an…..und was Ihre Meinung über die Angriffe gegen Pastor Weusthof angehen durch Hövelmann und CO ist die Mühe nicht einmal wert Ihnen darauf zu antworten. Sie kommen rüber als ein Mensch der etwas hört, nachplappert, ohne zu wissen was er eigentlich sagt. Schade!
Darüberhinaus finde ich es eine regelrechte Beleidigung gegenüber Nordland (1600 Arbeitsplätze, wo Umwelt noch zählt ) um die verlorengegangenen Arbeitsplätze bei Nordland auf der GLEICHEN Ebene ein zu ordnen mit den paar Arbeitsplätze des geplanten KKW’s.
Wenn Arbeitsplätze einen so hohen Preis haben bedanken wir uns . Arbeitsplätze ja, aber nicht um jedem Preis!
Von einem angeblich „hocheffizientem“ Kraftwerk kann ebenfalls keine Rede sein. Nachweislich wissen wir das es VERGLEICHBARE Kraftwerke gibt die viel weniger Schadstoffe emittieren. Technisch wäre es auf jeden Fall möglich. Darüberhinaus werden ca. 5 Millionen CO2 ZUSÄTZLICH !!! mit einem Wirkungsgrad von ca. 43-45% in die Atmosphäre geblasen und das gleiche gilt für den ausgeprägten Schadstoffmix.
Die Intonation liegt bei ZUSÄTZLICH.
Alte Kraftwerke werden meistens nicht abgeschaltet weil sie abgeschrieben sind und somit viel zu lukrativ für Betreiber sind um diese ohne weiteres still zu legen. Wo leben Sie eigentlich das Sie das alles nicht wissen. Oder wollen sie es vielleicht nicht wissen? Sie reden über Gewerbesteuern und stabile Energiepreise…, was soll das?
Nennen Sie mir bitte einen STICHHALTUGEN Grund warum die Emsländer diese Dreck-Feinstaub-und Schwermetall-Schleuder in Ihre naturverbundene Region, wo noch einiger Maßen \\\'gute\\\' Luft ist, akzeptieren sollen?
Warum sollen sie Ihre Gesundheit in die Wage legen, warum sollen die Menschen Ihre Immobilienverluste hinnehmen derweil die Konzerne die großen Gewinne machen, warum sollen die Leute Ihr tägliches Brot aus dem Tourismus einbüßen etc. etc. etc. Eine sehr lange Liste mit vielen WARUMS. Für was? Für etwas was in dieser Region nicht mal benötigt wird? Über angebliche Stromlücken und Stromlügen ist ja schon erzählt.
Warum soll über unseren Rücken Strom zB für die saubere Schweiz produziert werden?
Sowohl im Emsland als in der Jade Ems Region gehören keine NEUEN schwer verschmutzende Kohlekraftwerke. Obwohl ich gegen jedes NEUE Kraftwerk bin und das weltweit , sage ich ganz bewusst das es Standortunterschiede gibt. Das Sankt-Florian-Prinzip, dass all zu gerne an diesem Punkt benutzt wird um Gegner bewusst ins falsche Tageslicht zu setzen, hat damit nichts zu tun. Das naturverbundene Emsland ist kein Ruhrgebiet und soll es auch nicht werden. Politik sollte mit Demokratie, Verantwortlichkeit, mit Weitsicht, Flexibilität, Ehrlichkeit etc. zu tun haben. In Regionen die umringt werden von Naturschutzgebieten , wo Tourismus und Landwirtschaft wichtig sind, gehört NUR Industrie die PASSEND zur Region ist. Weiße Industrie die HARMONIERT mit der Umgebung und nicht zerstörend wirkt.
Dieses Kraftwerkt wird diese Region runterziehen und wir, die mehrheitliche Bevölkerung werden uns das nicht gefallen lassen. Es ist bis jetzt kein einziges Argument genannt worden von Seiten der Befürworter das diesen Klimakiller gutheißen kann . Erst recht nicht durch die CDU! Die Forderungen aus dem CDU-Forderungskatalog ist ein Papiertiger, mehr nicht. Zwischen \\\"fordern\\\" und \\\"bekommen\\\" liegen 2 verschiedene Welten. Fangen wir mal bei der Einhausung der offenen Kohlenhalden an. Wenn diese nämlich nicht komplett eingehaust werden, liegt die Sterberate in Dörpen um ca. 5 % höher. Mal schauen wie standhaft Ihre CDU ist? So nicht, ist in Dörpen die Hölle los.
Sie scheinen ziemlich optimisch zu sein Hahel das dieses Kraftwerk gebaut werden soll, aber wenn ich Sie wäre, würde ich das nicht sein.
Was EnBW angeht scheinen Sie auch zu diesem Punkt nur halbwegs informiert zu sein und ziehen deshalb, auch zu diesem Thema, falsche Schlüsse.
Die Titel des Herrn Dr. med. Dipl. Chem. Herbert Lichtnecker sagen mir persönlich nichts und imponieren mich nicht im geringsten.
Ein kleiner Abschnitt aus dem Internet :
„Zu großer Erheiterung führte der Vortrag des Toxikologen Prof. Herbert Lichtnecker. Mit Polemik und erkennbarem Lobbyismus für die Kraftwerksbetreiber musste er häufig Zwischenrufe ertragen, von welchem Energiekonzern er denn bezahlt würde. Inhaltlich konnte er ebenfalls nicht überzeugen. So bemerkte er, dass die hohe Sterblichkeitsrate durch Krebs von Menschen, die an stark befahrenen Straßen wohnen, seiner Meinung nach daraus resultiere, dass solche Menschen viel rauchen würden.“ (Ende Zitat)
Ausgerechnet ein Mediziner der darüberhinaus sich mit Umweltmedizin beschäftigt, der aber so einen durchschaubaren, unverantwortlichen Unsinn erzählt, ist für mich ein Mensch der wie es den Anschein hat den falschen Weg eingeschlagen hat. Für Sie vielleicht unabhängig?
Hahel, vielleicht könnten Sie Herrn Lichtnecker freundlicher Weise am 8. Mai fragen warum seine eigene Frau nicht gerne neben einer Dreckschleuder wohnen möchte? Mal schauen wie fantasiereich er ist.