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Autor Thema: Ems-Zeiung  (Gelesen 6031 mal)

Kohleriker

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Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #60 am: 18. August 2009, 12:17:38 »

Karl Nall schrieb:
Zitat
Der Bürgermeister hat Recht, die Dörpener sollen entscheiden und nicht Menschen die überhaupt nicht betroffen sind.


In einem Punkt haben völlig Recht, Herr Nall. Die Dörpener sollten entscheiden. Leider jedoch lässt die Gemeinde die Bürger nicht entscheiden. Dass außerhalb Dörpens Menschen \\\"überhaupt nicht betroffen\\\" sind, ist leider eine in sich unstimmige, gar dumme Aussage. Selbstverständlich sind auch andere Menschen von den Auswirkungen durch ein Kohlekraftwerk betroffen.

Karl Nall schrieb:
Zitat
Arbeitsplätze sind gerade in der Region wichtig. Dieses interessiert natürlich nicht die Agitatoren aus anderen Regionen. Denen geht es nur um ihre eigene Agenda.


Nanu, Sie haben ja schon wieder Recht! Arbeitsplätze sind wichtig, übrigens nicht nur in dieser Region. Vor allem weiss, wer rechnen kann, dass 1000 zukunftsfähige Arbeitsplatze MEHR sind als 100 Arbeitsplätze in aussterbenden Branchen/Technologien.

Wen meinen Sie übrigens mit \\\"Agitatoren\\\"? Doch wohl keine Arbeitgeber, die 1000 Arbeitsplätze schaffen wollen? Oder womöglich doch eher den Kreis der Machthaber, die unsaubere Pfründe mit unsauberen Methoden wahren wollen?  :huh:
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Karl Nall

  • Beiträge: 397
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #61 am: 18. August 2009, 12:56:48 »

Jawoll Herr Kohleriker,
ich habe Recht.
Agitatoren sind Menschen die agieren. In diesem Fall die Entstehung eines Kraftwerkes zu ihrer Angelegenheit machen obwohl sie nicht davon betroffen sind.
Sollen die lieber das Kraftwerk in den Niederlanden bauen? Kein Problem.
Dann können die Dörpener da ja täglich zur Arbeit fahren wie so viele aus der Gegend.
Das wäre doch mal eine Lösung!
Wieso stirbt die Kraftwerkstechnologie aus?
Der Rest der Welt sieht das aber nicht so.
Schaut nach Indien, China, Brasilien, da gehts erst richtig los.
Zum Glück kaufen die noch ab und zu deutsche Technologie.
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RoteKarte

  • Beiträge: 63
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #62 am: 18. August 2009, 13:18:51 »

CDU in Dörpen drückt sich vor politischer Entscheidung      
Presseerklärung der Bürgerinitiative „Saubere Energie“ vom 18.08.2009

CDU in Dörpen drückt sich vor politischer Entscheidung und versteckt sich hinter juristischen Ausflüchten

Die Dörpener Verwaltungsspitze hat die Ablehnung der Bürgerbefragung juristisch begründet. Das Gutachten der „Fragt uns“-Aktion hat festgestellt, dass es rechtlich durchaus möglich ist, die Bürger per Abstimmung zu befragen. Hansens juristische Begründung soll nur den fehlenden politischen Willen und die Angst vor dem Votum der Bürger kaschieren.

Seine Aussage, er werde, falls der Rat eine Bürgerbefragung beschließe, diese als rechtswidrig ansehen und die Aufsichtsbehörde einschalten, setzt dem die Krone auf. Hier betätigt sich wieder einmal ein CDU-Verwaltungschef einer Samtgemeinde als Vormund seines Rates.

Die BI hatte in Dörpen Unterschriften von mehr als der Hälfte der Bürger für eine Bürgerbefragung vorgelegt. Hansen behauptet, es seien weniger. Bürgermeister Schneider, unterstützt von Hans Hansen. schloss daraus messerscharf, dass die Mehrheit gegen eine Befragung sei.

Das ist ein ganz neues Verfahren zur Bewertung von Mehrheitsverhältnissen. Alle Politiker in Deutschland müssen jetzt damit leben, dass die Mehrheit gegen sie ist. Muss man jetzt Bernd Busemann als nicht gewählt betrachten, weil ihm 68% der Wahlberechtigten die Stimme verweigert haben? Ist Hansen kein rechtmäßiger Samtgemeindebürgermeister, weil, wenn man Schneiders Argumentation folgt, 59 % der Samtgemeindebevölkerung gegen ihn ist?

Jede Person kann einen Antrag an den Rat stellen und verlangen, dass der Antrag ernst genommen wird; umso mehr, bei einer so massiven Unterstützung weiterer Bürger. In Dörpen ist das anders – weil die Dörpener CDU ganz offensichtlich von Angst vor einer Bürgerbefragung getrieben ist. Und da Herr Schneider die Ansicht der Hälfte der Bevölkerung seines Ortes nicht für bedeutend hält, kann er auch keine Unruhe in der Gemeinde feststellen. Damit das so bleibt, haben Samtgemeindebürgermeister Hansen und der Vorstand des Handels-, Handwerks- und Gewerbevereins während der „Fragt-uns“-Kampagne mit kleinlichen Mitteln versucht, Plakate der BI zu entfernen. Pastor Kotte von Dörpen wurde auch in diesem Zusammenhang angegriffen. Er schreibt im letzten Pfarrblatt von einem tiefen Riss in seiner Gemeinde.

In Herrn Schneiders dürftigem Argumentationsarsenal ist auch die Platitude vertreten, die noch jeder Opposition entgegen gehalten wurde: „Die Opposition kommt von außen“.

Bei einer Forderung, die per Unterschrift von über der Hälfte der Bevölkerung erhoben wird, wirkt dieser Vorwurf äußerst lächerlich. Bei diesem Thema sind außerdem auch die Umlandgemeinden betroffen. Da ist das Interesse von vielen Menschen über Dörpen hinaus selbstverständlich. Die Entscheidung des Dörpener Rates betrifft nicht nur Dörpen, wie Herr Schneider ganz richtig festgestellt hat; dann sollte er auch den Betroffenen ihr Recht auf Meinungsäußerung nicht absprechen. Die Diskussion über einen Systemwechsel in der Energiefrage ist bundesweit im Gange, dass könnte auch Herr Schneider mittlerweile bemerkt haben. Dieser bundesweiten Diskussion muss sich der Dörpener Rat stellen.

Auch wenn Herr Schneider es gerne möchte: eine Mauer um Dörpen herum kann er nicht bauen. Vielleicht sollte Herr Schneider einmal den Blick über das freie Land schweifen lassen, z. B. nach Haren, denn dort könnten gerade 1000 Arbeitsplätze im Enercon-Rotorenwerk entstehen, wenn er seinen Widerstand dagegen aufgeben würde.
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Kohleriker

  • Beiträge: 50
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #63 am: 19. August 2009, 08:47:17 »

\\\"Jawoll Herr Kohleriker,
ich habe Recht.\\\"

Nur in einem Punkt, Herr K. Nall. Aber ich will Ihnen kein einzigartiges Erfolgserlebnis madig machen!  ;)

\\\"Agitatoren sind Menschen die agieren. In diesem Fall die Entstehung eines Kraftwerkes zu ihrer Angelegenheit machen obwohl sie nicht davon betroffen sind.\\\"

In der Tat. Warum wollen Schweizer Konzerne und Konzerne aus Baden-Württemberg ihre schmutzigen Kraftwerke nicht vor ihrer eigenen Haustür bauen?

\\\"Sollen die lieber das Kraftwerk in den Niederlanden bauen? \\\"

Nein, sie sollen gar keine Kohlekraftwerke bauen, sondern endlich aufwachen und in die Zukunft sehen. Die Zukunft besteht aus Wind und Sonne.

\\\"Kein Problem.
Dann können die Dörpener da ja täglich zur Arbeit fahren wie so viele aus der Gegend.
Das wäre doch mal eine Lösung!\\\"

Natürlich fahren schon heute viele Emsländer zum Arbeiten in die Niederlande und umgekehrt. Ist ja auch ein Grenzgebiet und zum Glück haben wir nationale Ressentiments so langsam überwunden. Was soll daran schlecht sein?

\\\"Wieso stirbt die Kraftwerkstechnologie aus?\\\"

Nicht \\\"die Kraftwerkstechnologie\\\" stirbt aus, sondern die Kraftwerke, die mit fossilen Energien arbeiten. Und das zu Recht und hoffentlich noch rechtzeitig.

\\\"Der Rest der Welt sieht das aber nicht so.
Schaut nach Indien, China, Brasilien, da gehts erst richtig los.\\\"

Auch in China gibt es erstaunlicherweise so etwas wie ein EEG, und gerade der unstillbare Energiehunger in China hat selbst dieses Land dazu gebracht, ständig in erneuerbare Energieformen zu investieren. Windenergieanlagen und Photovoltaik boomen auch dort. Informieren kann man sich darüber im Internet. Da kann man sich anschauen, wie viele andere Länder wohl genau so blöd sind wie Deutschland und auf regenerative Energien setzen. Und um beim Thema zu bleiben: Auf der Enercon-Seite sieht man auch, in wie viele ebenso blöde Länder Windkraftanlagen exportiert werden...

\\\"Zum Glück kaufen die noch ab und zu deutsche Technologie. \\\"

Leider klauen die auch oft deutsche Technologie. Aber immerhin würden die so lästige Kohlekraftwerksgegner gar nicht erst mit Zahlenspielereien abspeisen, sondern sie gleich einen Kopf kürzer machen.
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RoteKarte

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Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #64 am: 03. September 2009, 10:29:55 »

Das Thema Kohlekraftwerk in Dörpen und alles was dazu gehört (CO²-Endlagerung, 1000 Arbeitsplätze...) wird seitens der CDU \\\"totgeschwiegen\\\"

Will man etwa vor der Bundestagswahl den Bürgern keinen reinen Wein einschenken und Frau Connemann schützen!

Und auch die Ems-Zeitung scheint von Herrn Bröring einen \\\"Maulkorb\\\" bekommen zu haben. Anders ist es nicht zu verstehen, dass man keine Nachforschungen wegen der Belastungen herstellt, Frau Connemann nicht nach Ihrer Meinung fragt und sich nicht zu Endlagern usw. äußert!

Dafür darf Frau Connemann täglich die Ems-Zeitung zieren und sich zeigen, egal ob irgendein Spielplatzfest oder eine Sportplatzeinweihung, ein Jubiläum usw... aber Inhalte ihrer Politik wird von der Zeitung nicht hinterfragt... sie ist ja auch die Kandidatin von Ems-Zeitungs-Gnaden... dem Parteiblatt der CDU!

Warum nimmt die Parteizeitung nicht auf, dass sie sich im Lankreis Leer gegen CO² und Atomendlager ausspricht, im Emsland aber das Kohlekraftwerk in Dörpen sowie eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke befürwortet. Ebenso wie Atom-Endlager... es sein denn sie sind im Landkreis Leer!

Warum bereichtet die Ems-Zeitung nicht ausführlich, wenn ein Atom-Endlger in der Region ins Gespräch gebracht wird?

Reine CDU-Parteipresse!!!
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