Seiten: [1] 2 3 ... 5   Nach unten

Autor Thema: Ems-Zeiung  (Gelesen 6031 mal)

FrankR.

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 76
Ems-Zeiung
« am: 25. April 2009, 13:54:01 »

Hier die Pressemitteilung der BI Saubere Energie von der EnBW-Fahrt:


Widerstand in Dörpen erregt Aufmerksamkeit in Karlsruhe      
Presseerklärung der Bürgerinitiative Saubere Energie vom 24.04.2009

Widerstand in Dörpen erregt Aufmerksamkeit in Karlsruhe.

Über 20 Aktive der Bürgerinitiative \\\"Saubere Energie\\\" waren am Donnerstag den 23.4.2009 mit dem Bus unterwegs nach Karlsruhe. Ihr Ziel: die Aktionärsversammlung des Energieriesen EnBW.

Fast alle sind sie auch seit Kurzem Aktionäre des Energieversorgers, der zu den 4vier großen Monopolisten Deutschlands gehört.

EnBW hatte die Absicht bekannt gegeben, sich mit 75% an dem geplanten Steinkohlekraftwerk in Dörpen zu beteiligen. Die Karlsruhefahrer haben dafür keinerlei Verständnis. In Norddeutschland soll schmutziger, klimaschädlicher Strom erzeugt werden und - weil er hier nicht gebraucht wird – mit Leitungsverlusten nach Süddeutschland transportiert werden.

Die Dörpener Bürgerinitiative protestierte zunächst vor der Stadthalle Karlsruhe mit einem mit schwarzen Luftballons gefüllten \\\"Kohlosaurus\\\" gegen die Kraftwerksplanung.Niemand in der Reisegruppe hat die Illusion, dass der EnBW Vorstand mit Worten zur Verantwortung für das Klima gebracht werden kann. Dennoch halten die Emsländer vor den Aktionären Reden, stellen Fragen an den Vorstand, verlangen Antworten.

Frank Klaß aus Sögel beginnt seine Rede so: \\\"Moin, moin, ich komme aus dem Emsland. Bei uns istdie Bevölkerung in ihrer großen Mehrheit gegen das Dörpener Kraftwerk.\\\" Das ist die zentrale Botschaft der Emsländer an den Konzern: Wie in Bern werden wir auch in Baden-Württemberg Kunden und Bürger informieren über den schmutzigen Strom von EnBW.

BI Sprecherin Inge Stemmer wandelt vor den Aktionären das offizielle Motto des Konzerns um: \\\"EnBW - Energie braucht Wende – und das dringend. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren.\\\" Jan Deters-Meissner, Sprecher der BI: \\\"Der große Widerstand im Emsland wird das Projekt scheitern lassen. Das ist sicher. Im Interesse Aller, auch von EnBW sollten die Pläne schnell, ohne Schaden fallen gelassen werden.\\\"

 
Hier der Bericht in der Ems-Zeitung:

BI-Protest zur Versammlung der EnBW-Aktionäre

Karlsruhe/Dörpen. Gut 20 Aktivisten der Bürgerinitiative (BI) Saubere Energie haben bei der EnBW-Aktionärsversammlung in Karlsruhe gegen den Bau des Kohlekraftwerks in Dörpen protestiert. Mehrere BI-Mitglieder seien Aktionäre des Energieversorgers geworden, nachdem EnBW Ende März bekannt gegeben hatte, sich mit 75 Prozent an dem Kraftwerksprojekt beteiligen zu wollen, teilte die BI mit. Neben einer Aktion mit schwarzen Luftballons vor der Stadthalle Karlsruhe wandten sich BI-Mitglieder auch mit Redebeiträgen vor den Aktionären gegen das EnBW-Vorhaben.


Gab es keine weiteren Leserbriefe zu Hövelmann, Busemann usw.?

Wenn die nicht gedruckt wurden, können die ja hier eingestellt werden!
Gespeichert

FrankR.

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 76
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #1 am: 27. April 2009, 21:14:49 »

Heute berichtete die Ems-Zeitung vom Kreis-Parteitag in Dörpen! Eine dreiviertel Seite bekam die CDU um Ihre Standpunkte darzulegen. Auch ein Bild von der BI und ein kurzer Text war zu finden. Interessant, dass unter \\\"Wörtlich\\\" nur CDU-Politiker zu Wort kamen. Unter anderem auch der Ex-Bürgermeister Hermann Wacker. Der rief fast schon bemitleidenswert nach Land- und Bundespolitiker!
Gespeichert

FrankR.

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 76
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #2 am: 28. April 2009, 09:26:52 »

Kohlekraftwerk in Dörpen! Ein Thema, was die Menschen und Leser der Ems-Zeitung bewegt!

Und was berichtet die Ems-Zeitung heute?

NICHTS!!!!
-oder hab ich etwas überlesen?-

Gab es keine Leserbriefe?
Oder waren die etwa zu CDU-kritisch?
Gespeichert

Kohleriker

  • Beiträge: 50
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #3 am: 28. April 2009, 18:03:38 »

Ems-Zeitung lese ich nicht mehr. Zuwenig echte Nachrichten, zuviel Propaganda für die lokale CDU. Da kann ich mich auch gleich auf www.cdu.de neutral informieren.:huh:
Gespeichert

FrankR.

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 76
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #4 am: 29. April 2009, 09:40:37 »

Kohlekraftwerk in Dörpen! Ein Thema, was die Menschen und Leser der Ems-Zeitung bewegt!

Und was berichtet die Ems-Zeitung heute?

WIEDER NICHTS!!!!
-oder hab ich wieder etwas überlesen?-

Gab es wieder keine Leserbriefe?
Oder waren die etwa wieder zu CDU-kritisch?


Ach ja...

Im EL-Kurier durfte Frau Connemann (CDU-Bundestagskandidatin) sich ablichten lassen, wie sie Lose für die Emsland-Tombola verkauft! Demnächst sollen dort andere Kandidaten auch Lose verkaufen... mal sehen, ob die auch fotografiert werden!
Gespeichert

FrankR.

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 76
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #5 am: 29. April 2009, 19:27:28 »

So steht es in der Ems-Zeitung - online-Ausgabe
 
...mal sehen, was davon morgen in der Ems-Zeitung steht

Wissenschaft 29.04.2009 19:00
Studie: Verzicht auf fossile Brennstoffe nötig
   
Nur wenn das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas schnell und drastisch verringert wird, lässt sich die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzen.  

Potsdam (dpa) - Nur wenn das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas schnell und drastisch verringert wird, lässt sich die globale Erderwärmung einer neuen Studie zufolge auf unter zwei Grad Celsius begrenzen.

Weniger als ein Viertel der nachgewiesenen Vorkommen fossiler Brennstoffe könne bis zum Jahr 2050 noch genutzt werden, wenn das Klimaziel von weltweit mehr als 100 Ländern - so auch der Europäischen Union - erreicht werden soll. Das geht aus der Studie hervor, die in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins «Nature» erschienen ist.

Schädliche Treibhausgase, die etwa bei der Kohleverbrennung entstehen, werden für die globale Erwärmung verantwortlich gemacht. Malte Meinshausen, Leitautor der Studie und Klimaforscher am Potsdam-, Institut für Klimafolgenforschung (PIK), betonte: «Wenn wir fossile Brennstoffe weiter so verbrauchen wie bisher, wird das Kohlenstoff-Budget in nur 20 Jahren aufgebraucht sein - und die Erwärmung würde weit stärker ausfallen als zwei Grad.» An dem dreijährigen Forschungsprojekt waren Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz beteiligt.

Nach den Berechnungen der Experten muss der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 im Vergleich zu 1990 um mehr als 50 Prozent gesenkt werden, wenn das Risiko einer Erwärmung um mehr als zwei Grad begrenzt werden soll. Für die Studie wurde auch die Emissionsmenge berechnet, die beim Verbrennen aller wirtschaftlich förderbaren Vorkommen von Öl, Kohle und Gas frei würde. Diese Menge übersteigt das Emissionsbudget bis 2050 um das Vierfache.

Die Ergebnisse sind laut PIK wichtig für die internationalen Verhandlungen über Klimaabkommen. Die Studie zeige «sehr deutlich, dass wir für das Erreichen des Zwei-Grad-Ziels, das viele Länder anstreben, schnell handeln müssen», erklärte Co-Autorin Sarah Raper von der britischen Manchester Metropolitan University. Meinshausen betonte: «Je länger wir warten, umso wahrscheinlicher wird uns unser Weg auf gefährliches Terrain führen. Globale Emissionen müssen 2015 ihren Höchststand erreichen und gegen Ende des Jahrhunderts gegen null fallen.»
Gespeichert

FrankR.

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 76
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #6 am: 30. April 2009, 11:10:36 »

Heute war in der Ems-Zeitung auf der Titelseite über den wärmsten April seit 100 Jahren berichtet. Allerdings kein Wort über Klimawandel (oder hab ich etwas überlesen?)!

Dann war noch ein Bericht zur Bürgerversammlung in Dörpen im Lokalteil!


Keinen Leserbrief zum Kohlekraftwerk!
Gespeichert

FrankR.

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 76
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #7 am: 02. Mai 2009, 07:42:58 »

Heute war in der Ems-Zeitung ein Artikel von/über Keno Borde! Das ist der Bundestagskandidat der SPD! Er hat sich schon mehrfach gegen das Kohlekraftwerk in Dörpen ausgesprochen und Gitta Connemann aufgefordert sich zum Kohlekraftwrek zu äußern.

Ansonsten nichts von Kohlekraftwerk in der Ems-Zeitung! Auch keine Leserbriefe!
Gespeichert

hahel

  • Beiträge: 64
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #8 am: 02. Mai 2009, 22:17:19 »

Ich lese immer Leserbriefe. Wenn es welche gäbe, die auch vernünftig, gut und zu veröffentlichen sind, dann würde die Ems-Zeitung die sicherlich auch veröffentlichen.
Gespeichert

FrankR.

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 76
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #9 am: 03. Mai 2009, 10:37:02 »

Lieber hahel!

Vielleicht lesen Sie die Leserbriefe, jedoch haben Sie diese sicherlich nicht verinnerlicht. Es ist eindeutig, dass die große Mehrheit der Bürger gegen das Kraftwerk ist. Es gibt sicherlich auch viele Leserbriefe, die aber nicht veröffentlicht werden. Einige schreiben schon keine Leserbriefe mehr, weil die ja doch nicht veröffentlicht werden.

Hier hat aber nun jeder die Mögichkeit seine Leserbriefe zu veröffentlichen!
Gespeichert

FrankR.

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 76
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #10 am: 04. Mai 2009, 05:58:19 »

Heute in der Ems-Zeitung:

Radeln gegen Kohlekraft
ploc/gs Dörpen.

Kohlekraftgegner aus Ostfriesland haben am Wochenende Station in Dörpen gemacht. Auf einer Fahrradtour werben Vertreter der Bürgerinitiative (BI) \\\"Saubere Luft Ostfriesland\\\" für eine Anti-Kohlekraft-Demonstration am 17. Mai in Emden. BI-Mitglied Elsche Wilts: \\\"Wir sind in Emden gestartet, waren unter anderem schon in Wilhelmshaven und Stade. So können wir den persönlichen Kontakt mit den Bürgerinitiativen pflegen. Wir bekommen aber auch viel Zustimmung unterwegs.\\\" Am Rathaus in Dörpen wurden die radelnden Demonstranten von der hiesigen BI \\\"Saubere Energie\\\" empfangen.

Protestierende Pedalritter: Am Rathaus in Dörpen empfingen BI-Vertreter Kohlekraftwerksgegner, die auf einer Radtour für eine Demonstration am 17. Mai in Emden werben.
Foto: Tanja Plock

Wie BI-Sprecher Jan Deters-Meissner mitteilte, ist es den Gegnern des in Dörpen geplanten Steinkohlekraftwerks derweil im dritten Anlauf gelungen, der Unternehmensleitung des Schweizer Investors BKW den \\\"Public Eye Swiss Award\\\" zu übergeben. Der Schmähpreis wird von der Initiative „Erklärung von Bern“ zusammen mit der Umweltorganisation Greenpeace jährlich an die \\\"Übelste Firma\\\" vergeben. Zusammen mit dem Schweizer Musiker Rapper Greis überreichte BI-Sprecherin Inge Stemmer den Preis an BKW-Vorstand Samuel Leupold.

Auf der anschließenden BKW-Aktionärsversammlung kritisierte Stemmer, dass das, was die BI schon immer behauptet habe, bestätigt worden sei. Demnach werde das Kraftwerk nur zur Absicherung des Schweizer Strombedarfs benötigt.



Hier die Pressemitteilungen der BI:

http://www.saubere-energie-doerpen.de/bi/index.php?option=com_content&task=view&id=348&Itemid=47

Pressebericht der Bürgerinitiative \\\"Saubere Energie\\\" Dörpen vom 02.05.09
Am 17. Mai dieses Jahres werden die Menschen in Emden gegen die Planungen und den Bau von Kohlekraftwerken in Emden und an anderen Standorten demonstrieren.
Allein an der deutschen und der niederländischen Nordseeküste sollen insgesamt
sechs neue Kohlekraftwerke entstehen.
Zwei Mitglieder der BI Saubere Luft aus Emden haben deshalb in der vergangenen Woche alle Standorte von geplanten Kohlekraftwerken in Niedersachsen mit dem Fahrrad abgefahren. Elsche Wilts und Uwe Loers von der Emder BI \\\"Saubere Luft Ostfriesland\\\" trafen am Samstag, den 2.5.09 nach Wilhelmshaven, Stade und Brunsbüttel in Dörpen ein, um die dortigen BI Mitglieder besuchen.
Sie wollten damit für die Teilnahme an der Demonstration in Emden werben, aber auch zeigen, dass es sich bei dem Protest gegen das geplante Emder Kohlekraftwerk nicht nur um eine lokale Bewegung handelt. Elsche Wilts: \\\"Eine solche rückwärtsgewandte Energiepolitik darf nicht weiter fortgeführt werden. Im Sinne unserer Umwelt fordern wir eine zukunftsorientierte und nachhaltige
Entwicklung unseres Landes und keine weitere Förderung für \\\'Dinosauriertechnik\\\', die den Klimawandel weiter anheizt, unsere Atemluft verschmutzt und die Böden und das Klima langfristig schädigt.\\\"
Uwe Loers rief die Kohlekraftgegner im Emsland auf: \\\"Protestieren Sie mit uns für eine klimafreundliche Energiepolitik, ohne Kohle und Atom! Kommen Sie nach Emden und machen Sie mit!\\\"
Die BI in Dörpen hat beschlossen, sich auf jeden Fall an der Demo in Emden zu beteiligen und plant auch den Einsatz von Bussen. Die Einzelheiten sollen bald bekannt gegeben werden.
Anlage : Foto vom Eintreffen der Emder in Dörpen, Elsche Wilts (ganz links), Uwe
Loers (3. v. links in erster Reihe), weitere BI-Mitglieder aus Emden und Dörpen
Gespeichert

Udo54

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 273
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #11 am: 04. Mai 2009, 06:47:28 »

Hallo Frank,

gibt es irgendwelche Daten um welche Uhrzeit und wo die Demo in Emden anfängt?

Mit freundlichen Grüßen

Udo

FrankR.

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 76
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #12 am: 04. Mai 2009, 07:37:30 »

Hallo Udo!

Alles Wichtige unter:

http://bi-saubere-luft-ostfriesland.de
Gespeichert

FrankR.

  • Leserbeirat
  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 76
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #13 am: 05. Mai 2009, 07:55:57 »

Heute in der Ems-Zeitung:

Kirchenvertreter: Bürger sollen entscheiden
gs Breddenberg/Dörpen.

Erstmals haben sich die Priester und hauptamtlichen Mitarbeiter aus den katholischen Kirchengemeinden im Dekanat Emsland-Nord geschlossen in die Debatte um das geplante Steinkohlekraftwerk in Dörpen eingeschaltet.

In einer gemeinsamen Stellungnahme im Anschluss an eine Sitzung in Breddenberg plädieren die Mitglieder der Dekanatspastoralkonferenz für eine Bürgerbefragung \\\"oder andere rechtlich mögliche Mittel der direkten Bürgerentscheidung\\\". Damit hätten alle die Möglichkeit, nach \\\"dem eigenen Gewissen als die höchste Instanz\\\" zu entscheiden. Darüber hinaus mahnt die Konferenz ausdrücklich Glaubwürdigkeit, Gesprächsbereitschaft und einen christlich-fairen Umgang miteinander an.
Die Kirchenvertreter machen deutlich, dass sie sich einem Dilemma gegenübersehen: \\\"Ein Steinkohlekraftwerk direkt vor Ort macht Angst. Wir verstehen die Ängste und Sorgen der Kraftwerksgegner und fühlen mit ihnen. Gleichzeitig verstehen wir auch diejenigen, die sich um die regionale Wirtschaft sorgen.\\\" Diese Zerrissenheit spüren die Mitglieder der Dekanatspastoralkonferenz um ihren Dechanten Alfons Thörner nach eigenen Angaben auch in ihren Kirchengemeinden. \\\"Wir fragen uns und unsere Politiker: Wurden wirklich alle Alternativen unvoreingenommen geprüft und gegebenenfalls ernsthaft in Erwägung gezogen?\\\"

Was ihre Haltung zum Kraftwerk angeht, verweist die Konferenz auf einen Appell der Dekanatsarbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte im April 2008, Thörners Rede bei der Anti-Kraftwerksdemonstration am 1. Juni 2008 in Dörpen sowie einen in diesem Januar vom Dekanat Emsland-Nord initiierten Vortragsabend mit dem Titel \\\"Klimaschutz und Gerechtigkeit\\\". Dabei sei es immer um die christliche Verpflichtung gegangen, für die Erhaltung einer lebenswerten Welt und für die Bewahrung der Schöpfung und Vielfalt einzutreten; \\\"und darum, dass Gott uns als Ursprung und Freund allen Lebens zu seinem Ebenbild geschaffen hat und zum Hüter und verantwortlichen Verwalter seiner Schöpfung berufen hat\\\", wie es in der Mitteilung wörtlich heißt.

Die Konferenz betrachtet es als christliche Verpflichtung, sich im Dekanat weiterhin über den Fastenmarsch und andere Solidaritätsaktionen für Benachteiligte und Arme in den Entwicklungsländern einzusetzen. \\\"Die Kohlenstoffschuld der reichen Industrieländer tragen im globalen klimatischen Prozess in erster Linie die Entwicklungsländer. Diese Tatsache lässt sich nicht leugnen. In globaler Hinsicht nehmen wir alle Schuld auf uns.\\\"

Die Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigten, dass die Gewinnung aus erneuerbaren Ressourcen auf dem Vormarsch ist. Die Kirchenvertreter begrüßen diese Entwicklung, da sie sich mit dem Schöpfungsgedanken der Bibel decke. Ein Fortschreiten der Energiegewinnung aus Wasser, Sonne und Wind hänge aber auch von dem Engagement jedes einzelnen Endverbrauchers ab. Jeder sei aufgerufen, sein Möglichstes zu tun. \\\"Wir befinden uns in einer Zwischenphase, die hoffentlich möglichst bald durch erneuerbare Energieträger abgelöst werden kann\\\", heißt es in der Mitteilung.

Die Mitglieder der Dekanatspastoralkonferenz bezeichnen die Energiefrage ferner als \\\"eine große Herausforderung für die nächsten Jahre\\\". In diesem Zusammenhang beschloss die Konferenz die Gründung eines Dekanatsarbeitskreises mit dem Titel \\\"Schöpfung bewahren\\\". Dessen Ziel ist es, Möglichkeiten zu mehr Klimaschutz im Bereich Kirche aufzuzeigen, eine Energieoffensive des Bistums Osnabrück zu fördern und das Thema grundsätzlich stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Zum Aufbau des Kreises berief die Konferenz Dekanatsreferent Thomas Kramer (Sögel) und Dekanatsjugendreferent Christian Griep-Raming (Aschendorf).
Gespeichert

RoteKarte

  • Beiträge: 63
Aw: Ems-Zeiung
« Antwort #14 am: 05. Mai 2009, 13:53:08 »

Ich finde gut, dass sich die Kirche nun eideutig positioniert hat. Das wird viele CDU-Politiker in arge Erklärungsnot bringen. Politiker in der CDU, die die christlichen Werte noch leben haben die Möglichkeit nun mit der Kirche im Rücken im Sinne der Schöpfung den Kraftwerkplänen eine Absage zu erteilen. Nun bin ich mal gespannt auf die Reaktionen der Politiker! Ob Herr Hövelmann nun auch wieder die Kirche angreift?
Gespeichert
Seiten: [1] 2 3 ... 5   Nach oben