Hallo Nick!
Die CDU streitet nicht mit dem Pastor, sie denunzieren ihn!
Sieh selbst:
Der Wecker vom 01.04.2009
CDU-Chef spricht von Heuchelei
Heinrich Hövelmann kritisiert Pastor Gerrit Weusthof, der sich zum geplanten Kohlekraftwerk in Dörpen und zum Verhalten von Bürgermeister Hermann Wacker geäußert hatte.
Von Jürgen Eden
PAPENBURG. Heinrich Hövelmann, Ehrenbürgermeister der Stadt Papenburg und Vorsit-zender der CDU im Kreistag, übt scharfe Kritik an Aussagen von Pastor Gerrit Weusthof (Kirchengemeinde St. Josef). Die Aussagen Weusthofs seien Teil einer Kampagne der Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen, die darauf abziele, den Menschen Hermann Wacker fertig zu machen.
Wacker, Bürgermeister in Dörpen, hatte ursprünglich erklärt, nur für ein Kohlekraftwerk zu stimmen, wenn der Partner Nordland heiße, seine Meinung dann aber geändert. Jetzt heißt der Partner EnBW, doch er unterstützt die Pläne für das Projekt weiterhin. Darin sah Weusthof einen Grund, an Wacker zu appellieren, zu seinem Wort zu stehen oder aber neue Argumente auf den Tisch zu legen, die sein Handeln rechtfertigten. Hövelmann ist verärgert, dass ausgerechnet ein katholischer Seelsorger bei dieser Kampagne mitwirkt. Er verweist auf das biblische Gleichnis Als die Pharisäer eine Sünderin zu Jesus brachten, sagte dieser, wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.
Doch im Gegensatz zu heute seien damals alle beschämt weggegangen, so Hövelmann. Die Haltung ist aus seiner Sicht vergleichbar mit den Gutmenschen, die im Tempel sagten Gut Herr, dass ich nicht so bin wie diese da\\\". Heute nutzten die Bessermenschen die Zeitung und das Internet und sagten: Gut Herr, dass ich nicht so bin wie die Politiker und Mandatsträger, denn nur wir bewahren die Schöpfung, nur wir haben ein Gewissen, nur wir leben die Demokratie und nur wir handeln verantwortungsvoll, so Hövelmann, der von Heuchelei spricht, wenn man im Kampf um ein Kohlekraftwerk als Unterstützung hungernde Afrikaner in den Fokus rücke. Es bleibe zu hoffen, dass Hermann Wacker diese menschenverachtende Kampagne durchstehe. Im Übrigen könne jetzt die Leserbriefmaschine wieder in Gang gesetzt werden, so Hövelmann.
Diese Kampagne zielt darauf ab, den Menschen Hermann Wacker fertig zu machen so Heinrich Hövelmann
oder hier:
Ems-Zeitung vom 21.04.2009
CDU sucht Gespräch mit Pfarrgemeinderat St. Josef
Rückzug von Wacker aus Kreistag bedauert
Meppen/Dörpen. Mit „aufrichtigem Bedauern und großer Nachdenklichkeit“ hat die CDU-Fraktion im emsländischen Kreistag bei ihrer jüngsten Sitzung den Mandatsverzicht ihres Fraktionskollegen Hermann Wacker aus Dörpen aufgenommen. Wacker hatte (wie berichtet) in Zusammenhang mit der anhaltenden Diskussion um das geplante Kohlekraftwerk in seiner Heimatgemeinde verbunden mit Aussagen von Pastor Gerrit Weusthof (St.-Josef-Kirchengemeinde in Papenburg) den Rückzug von allen politischen Mandaten und Ämtern, darunter auch als Bürgermeister von Dörpen, erklärt.
Nachdenklichkeit über den Vorstoß von Weusthof herrschte in der CDU-Kreistagsfraktion laut Pressemitteilung auch deshalb, weil allen Mitgliedern der Fraktion das engagierte Eintreten von Wacker für den Freiraum der Kirchen und die Finanzierung der freien Träger bekannt sei. Wenn nun gerade auf einen Politiker, der sich stets zur Kirche bekannt habe und in ihr tätig sei, durch eine Stellungnahme eines katholischen Priesters im Rahmen der „Wortbruch-Kampagne“ der Bürgerinitiative (BI) „Saubere Energie“ der Druck so erhöht werde, dass er diesem nicht mehr standhalten konnte, werfe ein solches Verhalten mehr Fragen als Antworten auf.
Ein Seelsorger, so die CDU-Fraktion in ihrer Pressemitteilung weiter, sollte eigentlich Menschen, die in Bedrängnis sind, beistehen, statt diese noch mehr in die Enge zu treiben. Mit Nachdenklichkeit nahm die Fraktion ferner auf, dass bisher kein Vertreter der Amtskirche und auch nicht Pastor Weusthof das persönliche Gespräch mit Wacker gesucht habe. Fraktionschef Heinrich Hövelmann: Es ist offensichtlich viel leichter, Solidarität mit Afrika zu fordern als diese vor Ort auch bei Schwierigkeiten zu üben. Hövelmann bot dem Pfarrgemeinderat St. Josef ein Gespräch an und appellierte gleichzeitig an die Besonnenen in der Region: Wer die teilweise hasserfüllte Kampagne erlebt, muss sich ernsthaft fragen, wie es wohl Andersdenkenden ergehen würde, wenn die Aktivisten der BI die Spielregeln der Demokratie in ihrem Sinne bestimmen könnten.
Das Schlimme ist, dass sich die Kirche das auch noch gefallen läßt! Keine öffentliche Rückendeckung der Kirche!
Aber auch kein Wort des Bedauerns seitens der CDU!
und hiermit soll die Diffamierung des Pastors dann beendet sein:
Ems-Zeitung vom 24.04.2009
Aussprache
Hövelmann, Weusthof und Wacker beenden Debatte
Papenburg. Der Papenburger Pastor Gerrit Weusthof und der Vorsitzende der emsländischen CDU-Kreistagsfraktion, Heinrich Hövelmann, haben ihre öffentlich ausgetragene persönliche Debatte im Zuge der Diskussion um das geplante Steinkohlekraftwerk in Dörpen für beendet erklärt.
Weusthof und Hövelmann hatten sich auf Initiative des ehemaligen Papenburger CDU-Ratsherrn Bernd Tegeder an einen Tisch gesetzt. In einer zweiten Runde sprachen sich Tegeder zufolge Weusthof und der zurückgetretene Dörpener Bürgermeister Hermann Wacker (CDU) aus.
Wie Tegeder weiter mitteilte, hat Weusthof in dem Gespräch mit Hövelmann herausgestellt, dass er sich vor dem Hintergrund der Sorge um die Wahrung der Schöpfung geäußert habe. Hövelmann sei es hingegen wichtig gewesen, Solidarität gegenüber einem Fraktionskollegen zu zeigen. Tegeder: Beide versicherten, dass für sie mit diesem Gespräch die öffentlichen Äußerungen beendet seien, dass sie wie vorher miteinander zu sprechen in der Lage seien und nicht die Straßenseite wechseln müssten, wenn sie sich begegnen.
Im Gespräch mit Wacker habe Weusthof ausdrücklich betont, den Rücktritt Wackers nie gefordert zu haben, so Tegeder weiter. Für Wacker sei ausschlaggebend gewesen, dass von einem von ihm hochgeschätzten katholischen Seelsorger Vorwürfe gegen ihn erhoben worden seien. Auch für Wacker sei die öffentliche Auseinandersetzung nunmehr beendet.
An der Haltung der Gesprächspartner zum Kohlekraftwerk ändere die Aussprache hingegen nichts. Tegeder: „Alle drei betonten, dass sie bezüglich des Kohlekraftwerkes bei ihrer Meinung bleiben.“ Gleichwohl wollten sie nicht versuchen, den anderen zu überzeugen.
...so einfach geht das dann Seitens der CDU!!! :dry: