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Autor Thema: Politik im Emsland  (Gelesen 6435 mal)

FrankR.

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Politik im Emsland
« am: 24. April 2009, 21:49:33 »

Heute hat die CDU ja laut Ems-Zeitung den Streit mit Pastor Weusthof zeimlich unspektakulär beendet. Dabei wurde Pastor Weusthof ja auf übelste Weise von Hövelmann und der CDU angegriffen. In dem Bericht ist aber nichts von einer Entschuldigung zu lesen. Ich meine das wäre das mindeste, was Hövelmann hätte tun müssen. Offen bleiben Diffamierungen gegenüber der BI und Pastor Weusthof. Das ist sicherlich nicht akzeptabel!
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Jan Dörpen

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Aw: Politik im Emsland
« Antwort #1 am: 25. April 2009, 08:08:30 »

Politik im Emsland,
gutes Thema

Das erste was mir zu dieser Überschrift eingefallen ist, ist das gestern Abend beim CDU-Kreisparteitag in Dörpen unsere \\\"Freundin Gitta - immer für ein schnelles Foto gut-\\\" gar nicht durch den Hintereingang in den Versammlungsraum geschlichen ist. Da war ich völlig überrascht. Sonst geht sie doch jeder unbequemen Diskussion aus dem Weg.
Wahrscheinlich hatte sie den Gebäudeplan des Gasthofes Stricker verlegt. Eine andere Erklärung fällt mir momentan nicht ein.
Oder sollte sie etwa ihre Einstellung zum Volk oder gar zum Kraftwerksthema geändert haben?
Falls dem so ist, dann kann sie sich jetzt vielleicht zur Resolution des Kreistags Leer bekennen und endlich mit Vernunft Politik betreiben. Ich frage mich immer noch warum sie wohl gerade diese Abstimmung gegen neue Kohlekraftwerksprojekte in der Jade-Ems-Region in ihrem eigenen Kreistag verpasst hat. Wo doch die ganze CDU-Seite des Kreistages in Leer sich eben gegen Kohlekraft ausgesprochen hat.
Ist das nicht paradox, in Leer ist die CDU gegen neue Kohlekraftwerke und im Emsland, genauer im Kreistag in Meppen ( 60 km weiter )befürchtet die CDU den Rückfall in die stromfreie  Steinzeit, wenn Dörpen kein Kohlekraftwerk bekommt.
Aber vielleicht erklärt Gitta uns in naher Zukunft warum es an der Küste keine neuen Kohlekraftwerke geben darf außer in Dörpen. Sie hat ihren Wahlbezirk ja in Ostfriesland und im Emsland und will schließlich wiedergewählt werden.

Dörpen braucht kein Kohlekraftwerk, oder?
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FrankR.

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Aw: Politik im Emsland
« Antwort #2 am: 25. April 2009, 13:28:40 »

Frau Connemann wird sich wohl oder übel bald entscheiden müssen. Sie möchte schließlich bei der Bundestagswahl wiedergewählt werden. Da will der Wähler natürlich klar wissen, wie sie zum geplanten Kohlekraftwerk in Dörpen steht.

Wobei sich Frau Connemann meines Erachtens ja schon mehrfach für das Kohlekraftwerk ausgesprochen hat... wobei sie immer den Spagat zwischen nichts, wenig und schwammiges sagen macht!

Wäre auch interessant, ob sie Wortbrüche in der Politik für legitim hält. Die emsländische CDU hat ja für den Bereich hier den Wortbruch legitimiert!

Mir geht immer noch nicht der Spruch von Hansen (Samtgemeindebürgermeister Dörpen) durch den Kopf \\\"Das Wesensmerkmal der Demokratie ist die Bürgerbeteiligung\\\"... und dann wird eine Bürgerbefragung, die lediglich zur Meinungsfindung dient abgelehnt. Kann man also behaupten, er sagt nicht die Wahrheit oder ist das nur eine Floskel? Genau der Hansen, der das Forum wegen angeblichen Beleidigungen und Ehrverletzungen geschlossen hat, hat sich nicht geäußert, als Pastor Weusthoff von Hövelmann als \\\"Pharisäer\\\" usw. beschimpft wurde! Kann man Hansen als \\\"Wendehals\\\" bezeichnen? Auf jeden Fall gibt er kein gutes Bild ab!

Und Bröring hält sich vor vornehm zurück. Hat er doch nach dem Rücktritt von Wacker die BI noch Verleumdungen usw. vorgeworfen, hat er sich danach gleich weggeduckt. Aber die vielen Aufsichtsratsposten (wo sitzt er eingentlich alles im Aufsichtsrat?) nehmen sicherlich einiges an Zeit in Anspruch!    

Busemann ist auch mal wieder vorgeprescht und will eine schnelle Entscheigung! Die wollen wir auch! Wir wollen kein Kohlekraftwerk!
Auch dieser Poltitiker (niedersächsischen Justizminister) sollte sich um sein Hauptamt als Justizminister kümmern, denn dort liegt gibt es doch auch einiges abzuarbeiten! Auch er entpuppt sich als Politiker der seine Worte nicht so ernst nimmt. \\\"Den Schlüssel für das Kraftwerk hält Norland in der Hand!\\\" Nordland hat eine Absage erteilt und den Schlüssel an Busemann zurückgegeben! Wo ist der Schlüssel jetzt?

Und Herr Hövelmann sollte erkennen, dass seine Zeit abgelaufen ist. Die ungerechtfertigte Beschimpfung eines Pfarrers und der BI die lediglich Demokratie und die Wahrheit einfordern ist eines Politikers (gerade einer christlichen Partei) nicht würdig!  

Die Politiker handeln gerne nach dem Motto:
Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!

Für all diese Politiker, die den Bürgerwillen mit Füßen treten besteht die Demokratie und die Beteiligung des Bürgers darin, am Wahltag wählen zu dürfen!
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nick_reimer

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Aw: Politik im Emsland
« Antwort #3 am: 25. April 2009, 21:30:33 »

echt?

Die CDU streitet bei Euch mit dem Pastor?

Dann muss das aber ein linker Evangele sein, der vom rechten Pfad des konservativen Glauben abgekommen ist!  

Oder ist die CDU bei Euch auch aus der Kirche ausgetreten?

Mannomann, das sind Zeiten.....
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FrankR.

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Aw: Politik im Emsland
« Antwort #4 am: 26. April 2009, 01:35:37 »

Hallo Nick!

Die CDU streitet nicht mit dem Pastor, sie denunzieren ihn!

Sieh selbst:

Der Wecker vom 01.04.2009

CDU-Chef spricht von Heuchelei

Heinrich Hövelmann kritisiert Pastor Gerrit Weusthof, der sich zum geplanten Kohlekraftwerk in Dörpen und zum Verhalten von Bürgermeister Hermann Wacker geäußert hatte.
Von Jürgen Eden

PAPENBURG. Heinrich Hövelmann, Ehrenbürgermeister der Stadt Papenburg und Vorsit-zender der CDU im Kreistag, übt scharfe Kritik an Aussagen von Pastor Gerrit Weusthof (Kirchengemeinde St. Josef). Die Aussagen Weusthofs seien Teil einer Kampagne der Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen, die darauf abziele, den Menschen Hermann Wacker fertig zu machen.

Wacker, Bürgermeister in Dörpen, hatte ursprünglich erklärt, nur für ein Kohlekraftwerk zu stimmen, wenn der Partner Nordland heiße, seine Meinung dann aber geändert. Jetzt heißt der Partner EnBW, doch er unterstützt die Pläne für das Projekt weiterhin. Darin sah Weusthof einen Grund, an Wacker zu appellieren, zu seinem Wort zu stehen oder aber neue Argumente auf den Tisch zu legen, die sein Handeln rechtfertigten. Hövelmann ist verärgert, dass ausgerechnet ein katholischer Seelsorger bei dieser Kampagne mitwirkt. Er verweist auf das biblische Gleichnis Als die Pharisäer eine Sünderin zu Jesus brachten, sagte dieser, wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.

Doch im Gegensatz zu heute seien damals alle beschämt weggegangen, so Hövelmann. Die Haltung ist aus seiner Sicht vergleichbar mit den Gutmenschen, die im Tempel sagten Gut Herr, dass ich nicht so bin wie diese da\\\". Heute nutzten die Bessermenschen die Zeitung und das Internet und sagten: Gut Herr, dass ich nicht so bin wie die Politiker und Mandatsträger, denn nur wir bewahren die Schöpfung, nur wir haben ein Gewissen, nur wir leben die Demokratie und nur wir handeln verantwortungsvoll, so Hövelmann, der von Heuchelei spricht, wenn man im Kampf um ein Kohlekraftwerk als Unterstützung hungernde Afrikaner in den Fokus rücke. Es bleibe zu hoffen, dass Hermann Wacker diese menschenverachtende Kampagne durchstehe. Im Übrigen könne jetzt die Leserbriefmaschine wieder in Gang gesetzt werden, so Hövelmann.

Diese Kampagne zielt darauf ab, den Menschen Hermann Wacker fertig zu machen so Heinrich Hövelmann


oder hier:

Ems-Zeitung vom 21.04.2009

CDU sucht Gespräch mit Pfarrgemeinderat St. Josef
Rückzug von Wacker aus Kreistag bedauert

Meppen/Dörpen. Mit „aufrichtigem Bedauern und großer Nachdenklichkeit“ hat die CDU-Fraktion im emsländischen Kreistag bei ihrer jüngsten Sitzung den Mandatsverzicht ihres Fraktionskollegen Hermann Wacker aus Dörpen aufgenommen. Wacker hatte (wie berichtet) in Zusammenhang mit der anhaltenden Diskussion um das geplante Kohlekraftwerk in seiner Heimatgemeinde verbunden mit Aussagen von Pastor Gerrit Weusthof (St.-Josef-Kirchengemeinde in Papenburg) den Rückzug von allen politischen Mandaten und Ämtern, darunter auch als Bürgermeister von Dörpen, erklärt.

Nachdenklichkeit über den Vorstoß von Weusthof herrschte in der CDU-Kreistagsfraktion laut Pressemitteilung auch deshalb, weil allen Mitgliedern der Fraktion das engagierte Eintreten von Wacker für den Freiraum der Kirchen und die Finanzierung der freien Träger bekannt sei. Wenn nun gerade auf einen Politiker, der sich stets zur Kirche bekannt habe und in ihr tätig sei, durch eine Stellungnahme eines katholischen Priesters im Rahmen der „Wortbruch-Kampagne“ der Bürgerinitiative (BI) „Saubere Energie“ der Druck so erhöht werde, dass er diesem nicht mehr standhalten konnte, werfe ein solches Verhalten mehr Fragen als Antworten auf.

Ein Seelsorger, so die CDU-Fraktion in ihrer Pressemitteilung weiter, sollte eigentlich Menschen, die in Bedrängnis sind, beistehen, statt diese noch mehr in die Enge zu treiben. Mit Nachdenklichkeit nahm die Fraktion ferner auf, dass bisher kein Vertreter der Amtskirche und auch nicht Pastor Weusthof das persönliche Gespräch mit Wacker gesucht habe. Fraktionschef Heinrich Hövelmann: Es ist offensichtlich viel leichter, Solidarität mit Afrika zu fordern als diese vor Ort auch bei Schwierigkeiten zu üben. Hövelmann bot dem Pfarrgemeinderat St. Josef ein Gespräch an und appellierte gleichzeitig an die Besonnenen in der Region: Wer die teilweise hasserfüllte Kampagne erlebt, muss sich ernsthaft fragen, wie es wohl Andersdenkenden ergehen würde, wenn die Aktivisten der BI die Spielregeln der Demokratie in ihrem Sinne bestimmen könnten.


Das Schlimme ist, dass sich die Kirche das auch noch gefallen läßt! Keine öffentliche Rückendeckung der Kirche!
Aber auch kein Wort des Bedauerns seitens der CDU!


und hiermit soll die Diffamierung des Pastors dann beendet sein:

Ems-Zeitung vom 24.04.2009

Aussprache
Hövelmann, Weusthof und Wacker beenden Debatte

Papenburg. Der Papenburger Pastor Gerrit Weusthof und der Vorsitzende der emsländischen CDU-Kreistagsfraktion, Heinrich Hövelmann, haben ihre öffentlich ausgetragene persönliche Debatte im Zuge der Diskussion um das geplante Steinkohlekraftwerk in Dörpen für beendet erklärt.

Weusthof und Hövelmann hatten sich auf Initiative des ehemaligen Papenburger CDU-Ratsherrn Bernd Tegeder an einen Tisch gesetzt. In einer zweiten Runde sprachen sich Tegeder zufolge Weusthof und der zurückgetretene Dörpener Bürgermeister Hermann Wacker (CDU) aus.

Wie Tegeder weiter mitteilte, hat Weusthof in dem Gespräch mit Hövelmann herausgestellt, dass er sich vor dem Hintergrund der Sorge um die Wahrung der Schöpfung geäußert habe. Hövelmann sei es hingegen wichtig gewesen, Solidarität gegenüber einem Fraktionskollegen zu zeigen. Tegeder: Beide versicherten, dass für sie mit diesem Gespräch die öffentlichen Äußerungen beendet seien, dass sie wie vorher miteinander zu sprechen in der Lage seien und nicht die Straßenseite wechseln müssten, wenn sie sich begegnen.

Im Gespräch mit Wacker habe Weusthof ausdrücklich betont, den Rücktritt Wackers nie gefordert zu haben, so Tegeder weiter. Für Wacker sei ausschlaggebend gewesen, dass von einem von ihm hochgeschätzten katholischen Seelsorger Vorwürfe gegen ihn erhoben worden seien. Auch für Wacker sei die öffentliche Auseinandersetzung nunmehr beendet.

An der Haltung der Gesprächspartner zum Kohlekraftwerk ändere die Aussprache hingegen nichts. Tegeder: „Alle drei betonten, dass sie bezüglich des Kohlekraftwerkes bei ihrer Meinung bleiben.“ Gleichwohl wollten sie nicht versuchen, den anderen zu überzeugen.


...so einfach geht das dann Seitens der CDU!!!   :dry:
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Maria Mulder

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Die Energiepolitik in Bern bleibt wichtig!
« Antwort #5 am: 26. April 2009, 08:01:14 »

Ihn beunruhigen die Risse im AKW nicht (verkürzter Bericht)

AKW-Kritiker wollen am Sonntag vor den Folgen der Kernmantelrisse warnen. Doch Patrick Miazza, Direktor des Kernkraftwerks Mühleberg, sieht darin kein Risiko. Wer anderes behaupte, betreibe Polemik, sagt er.
«Kein Tschernobyl in Mühleberg». Unter diesem Slogan führen AKW-Kritiker am kommenden Sonntag auf dem Berner Münsterplatz eine Informationsveranstaltung durch. Laut der Einladung wollen sie unter anderem aufzeigen, «welche Gefahren von den Rissen im Kernmantel von Mühleberg» ausgehen. Auf einem Flyer bezeichnen die Organisatoren das Werk in Mühleberg als «AKW mit Kernschmelzrisiko».

Dass die ominösen Risse länger werden, ist unbestritten und tönt tatsächlich Besorgnis erregend. Wenig beruhigend wirkt auch, dass die BKW als Betreiberin des AKW Mühleberg nicht daran denkt, den offenbar lecken Kernmantel zu ersetzen. Doch während AKW-Gegner auf Grund der Risse befürchten, im Kanton Bern könnte sich über kurz oder lang eine nukleare Katastrophe ereignen, sieht Patrick Miazza, Leiter des Kernkraftwerks Mühleberg, keinen Grund zur Sorge. Im Gegenteil: «Es enthielte mehr als einen Hauch von Wahrheit, wenn ich behaupten würde, Mühleberg sei noch nie so sicher gewesen wie heute.»
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Was ich mit dem Zeitungsartikel ausdrücken  möchte ist das die Betreiber in Ihrer Betriebsführung im Allgemeinen überall gleich sind. Wenn einmal eine Fabrik in Betrieb genommen ist, ist die Bevölkerung regelrecht an das Verantwortungsbewusstsein  des Betreibers  übergeliefert.
BKW ist immer noch eine wichtige Schlüsselfigur in den Dörpener Planungen. Man sollte mit Regelmäßigkeit die Berner Politik auf Ihre Verantwortlichkeit ansprechen, so dass das Ganze nicht einschläft.  Frau Barbara Egger (Energiedirektorin und Regierungsrätin des Kantons Bern) mag wohl nett sein, aber sie macht es sich für meinen Geschmack ziemlich einfach!  Ob BKW „nur“ noch mit 25% am Dörpener KKW beteiligt ist, ist im Endeffekt für unsere Region vollkommen egal.  
EnBW füllt auf!
Immerhin  „verdanken“ wir der Schweizer BKW, in reger Kooperation mit den hiesigen Politikern, dass wir immer noch gegen diesen Wahnsinn kämpfen müssen.  Für die BKW ist es wichtig zur Kompensation  des AKW-Marktes, Strom für die Berner Bevölkerung im Ausland produzieren zu können; über UNSEREN Rücken und unsere Naturschutzgüter wohlgemerkt.  Von daher finde ich die Denkweise von Frau Egger mit allem Respekt ziemlich einseitig. Solange BKW im Rennen ist sollte die Berner Energiepolitik sich für Ihre Vorgehensweise schämen müssen!
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FrankR.

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Aw: Die Energiepolitik in Bern bleibt wichtig!
« Antwort #6 am: 26. April 2009, 09:48:43 »

Die BKW, die uns dieses Kohlekraftwerk bescherein will ist immer noch im Focus von uns und unseren Berner Unterstützern.

Die BKW hat schon gemerkt, was es heißt gegen die Bevölkerung zu agieren. Sie haben den Public Eye Award gewonnen (ein Schmähpreis, der in der Schweiz einen riesigen Stellenwert hat) und kurz darauf eine Bürgerentscheid zum Einstieg in die Stadtwerke verloren. Das ist sicherlich auch auf unseren Protest zurückzuführen! Genauso schwer werden wir es natürlich der EnBW machen!

Nächste Woche wird der Public Eye Award übrigens durch Umweltverbände, Prominenz und uns übergeben (beim ersten Mal hat die BKW den Preis nicht angenommen). Auch hier werden wir weiter gegen diesen unverantwortlichen Konzern kämpfen.

Mein Dank von hier an unsere Berner/Schweizer Freunde (Parteien, Politiker, Greenpeace, EvB, WWF usw.), die uns mit allen Mitteln unterstützen!
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FrankR.

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Aw: Politik im Emsland
« Antwort #7 am: 26. April 2009, 12:39:54 »

Am Freitag protestierten ca. 100 Bürger beim CDU-Parteitag des Kreisverbandes Aschendorf/Hümmling in Dörpen friedlich und sachlich (das wird sicherlich jeder der anwesenden Politiker u.a. Landesminister Mc Allister aber auch die Presse besätigen können) gegen das geplante Kohlekraftwerk!  

Hier mal einige Zitate aus den Sonntagszeitungen bzw. Äußerungen von CDU-Politikern:

Aus dem Wecker:

... Es wurden Handzettel verteilt. Die Resonanz: Einige Christdemokraten nahmen die Schreiben an. Andere, wie der frühere Bürgermeister von Dörpen, Johann Franzen, gingen stumm an den Protestlern vorbei.

Anmerkung: Wie kann es sein, dass gewählte Volksvertreter einen Flyer besorgter Bürger nicht annehmen und die Sorgen und Nöte ihrer Wähler ignorieren?

... Wenig Verständnis hatte auch Franz-Joseph Riebartsch: \\\"Das hat nichts mehr mit Demokratie zu tun. Die können gerne demonstrieren, aner bitte nicht hier. Ich möchte ungehindert zu meiner Partei gehen können, ohne das ich angesprochen werde.\\\"

Anmerkung: Darf so das Demokratieverständnis eines Politikers aussehen? Blos nicht vom \\\"Pöbel\\\" angesprochen werden. Wie weit sind diese Menschen weg vom \\\"normalen\\\" Bürger? Das ist unglaublich und an Ignoranz und Arroganz nicht zu überbieten. Besorgte Bürger sollen die Politiker, die mit dem Bau eines Kohleraftwerkes viele Menschen ins Unglück stürzen, in Ruhe lassen. Nach dem Motto: Ihr könnt Demokratie üben und Eure Meinung vertreten... aber nur am Wahltag von 08.00 bis 18.00 Uhr! Danach muß dann wieder Ruhe sein!

Aus dem EL-Kurier:

...Zentrales Thema des Parteitages in Dörpen war die mögliche Ansiedlung des Steinkohlekraftwerkes. Busemann meinte in Richtung der Gegner: \\\"Der Druck der Straße ist nicht die entscheidende Instanz.\\\" Es stehe jedem frei, ein Gericht anzurufen. \\\"Deshalb verstehen ich die Attacken nicht. Wir leben schließlich in einem Rechtsstaat.\\\"

Anmerkung: Wenn man also mit Politikern kommunizieren möchte, muß man das also über die Justiz machen. Das ist also das Demokratieverständnis eines Herrn Busemann (JUSTIZminister in Niedersachsen). Er hat den geforderten Dialog abgelehnt. Wahrscheinlich möchte und hofft Herr Busemann, dass den Bürgern zum Klagen der Mut und das Geld fehlt!

...Zur Gründung Unabhängiger Wählergemeinschaften fand er markige Worte \\\"Da habe ich den Eindruck, die gehen rum und sagen: \\\"der Busemann ist schlecht, der Bröring ist schlecht, der Hövelmann ist schlecht, die haben zu viel Einfluss. Da frage ich mich: Ja ticken die noch richtig? Nur wer Einfluss nehmen könne, der könne auch was erreichen!\\\"        

Anmerkung: Sind die Angriffe nur pure Angst? Wer sich gegen die Bevölkerung und seinen Wählern entscheidet muss sich nicht wundern, das sich die Bürger zu Wählergemeinschaften zusammenschließen. Im Moment können Sie noch Einfluss nehmen... aber die nächten Wahlen werden zeigen, ob das auch in Zukunft so sein wird. Die CDU hat sicherlich vile Verdienste um das Emsland, jedoch ist die CDU dabei diesen Kredit zu verspielen.      


Es gibt auch noch weitere \\\"ungeheuerliche\\\" Sprüche von Politkern hier vor Ort. Vielleicht hat noch jemand weitere Sprüche!
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FrankR.

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Aw: Politik im Emsland
« Antwort #8 am: 26. April 2009, 21:18:21 »

Das ist übrigens der Inhalt des Flyers, den einige CDU-Politiker (gewählte VOLKSvertreter) nicht angenommen haben!!!


Antrag an den CDU-Kreisparteitag am 24.4.2009 in Dörpen

Wir fordern die Förderung einer nachhaltigen Energieversorgung in der Region mit regenerativer Energie entlang der Ems-Achse.

Das heißt:

1.   dezentrale regionale bedarfsgerechte Anlagen mit Kraft-Wärmekopplungen aus erneuerbarer Energie
2.   keine Kohlekraftwerke in Dörpen und entlang der Ems-Achse

Durch dezentrale regionale bedarfsgerechte Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplungen aus erneuerbarer Energie werden die folgenden regionalen und überregionalen Ziele im Interesse der hier lebenden Menschen und der noch sauberen Umwelt gefördert:

-Klimaschutz durch Reduzierung des CO2 Ausstoßes
-Gesundheitsvorsorge durch Reduzierung der Schadstoffbelastungen
-Umweltschutz durch effiziente Ausnutzung der eingesetzten erneuerbaren Energie (Sonne, Wind, Wasser, Gezeiten, Biomasse)
-Versorgungssicherheit mit regenerativer Energie durch flexibleren Einsatz vieler kleiner Einheiten verteilt auf die gesamte Region jeweils am Ort des Energiebedarfes.
-Unabhängigkeit von einzelnen Betreibern großer Kraftwerke und von großen Strom-Verteilungsleitungen
-Erhalt der naturnahen Landschaft und Weiterentwicklung des Tourismus
-Förderung regionaler mittelständischer Dienstleistungsbetriebe und des Handwerks
-Regionaler Kreislauf der erzielten Rendite aus der regionalen Energiewirtschaft

Die Ansiedlung eines für den Energiebedarf dieser Region überdimensionierten Kohlekraftwerkes,

-betrieben mit fossiler Importkohle aus Übersee,
-aus sozialwirtschaftlich ungerechten und die Gesundheit und Umwelt schädigenden Abbaumethoden,
-ohne ausreichende Kraft-Wärmekopplung

widerspricht den oben genannten Zielen und Konzepten und stört die hier in der Region begonnene positive Entwicklung von nachhaltigen Energiekonzepten.

Durch die Förderung erneuerbarer Energien werden fossile Stoffe, Gesundheit, Umwelt, Natur und Landschaft geschont, mittelständische Arbeitsplätze entstehen beim Bau und Betrieb dezentraler Energieversorgungsanlagen, Kapital und Erlöse aus den Anlagen bleiben in der Region.

Die Mehrheit der Bevölkerung und der Wähler entlang der Ems-Achse unterstützt diesen Antrag.

Dat is gaut so, dor hebbt wi alle wat gaudes van un so mok wi dat nu toesamen.
Dat könnt wi alle unnerschriewen !
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Norbert K. Papenburg

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Aw: Politik im Emsland
« Antwort #9 am: 26. April 2009, 22:30:35 »

Hallo Frank,

mich hat der Abend sehr nachdenklich gemacht.
Vor einem Jahr haben die CDU- Politiker unsere Flyer noch wohlwollend angenommen.
Am Freitag kam sehr oft der Spruch
-Wir sind genug informiert-
Komisch ich habe diese Menschen noch nie bei unseren  vielen Infoveranstaltungen gesehen.
Die machen einfach dicht und wissen im Prinzip das wir Recht haben.
Aber darum geht es ja schon lange nicht mehr.
Ein ältere ganz besonders Informierter Herr sagte noch:
-Goo wech mit jou Wak, da kön wie nicht van satt weden-
-Geht weg mit eure Sachen, da können wir nicht von satt werden-
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Maria Mulder

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So geht es auch...; Neues aus Bern
« Antwort #10 am: 27. April 2009, 05:06:58 »

BKW gründet zusammen mit deutscher Firma «BKWind»
27 April 2009

Das bernische Energieunternehmen BKW und die deutsche juwi-Gruppe, Projektentwickler im Bereich der erneuerbaren Energien, haben ein Gemeinschaftsunternehmen namens «BKWind» gegründet.

Die beiden Partner wollen laut einer Mitteilung der BKW vom Freitag die Nutzung der erneuerbaren Energien «in grossem Stil voranbringen». An mehreren Standorten in Deutschland sollen Windparks mit einer Gesamtleistung von 200 Megawatt entstehen. Das entspricht etwa 100 Windturbinen neuster Generation.

Die juwi-Gruppe wurde 1996 gegründet, erzielte 2008 einen Umsatz von über 400 Millionen Euro und zählt rund 500 Mitarbeiter. Sie betreibt weltweit mehr als 300 Windenergieanlagen und auch Bioenergie- und Fotovoltaikanlagen. Die neue Gesellschaft muss noch kartellrechtlich überprüft werden.

Im Juli erster Windpark in Betrieb
Bereits im Juli wollen die beiden neuen Partner ihren ersten gemeinsamen Windpark in Betrieb nehmen. In Landkern im Bundesland Rheinland-Pfalz baut juwi an einem Park mit vier Turbinen mit einer Gesamtleistung von acht Megawatt. Dieser wird jährlich rund 16 Gigawattstunden Strom generieren. Die Investition beläuft sich auf 12,4 Millionen Euro.

Zum Vergleich: Je 2 Megawatt Leistung werden auch die vier neuen Windturbinen aufweisen, die die BKW-Tochter Juvent SA demnächst auf dem Mont-Crosin im Berner Jura aufstellen will. Der dortige Windpark mit demnächst zwölf Turbinen dürfte nach dem Ausbau 40 Gigawattstunden Strom produzieren.
Die BKW ist bereits Besitzerin eines Windparks in Deutschland. Er befindet sich in Sachsen und besteht aus zehn Turbinen. :)
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Jan Dörpen

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Aw: Politik im Emsland
« Antwort #11 am: 27. April 2009, 14:38:03 »

Hallo Norbert,

auch ich finde das Verhalten der CDU-Vertreter erschreckend. Wenn sie denn doch genug informiert sind, warum äußern sie sich nicht zum Problem Klimawandel? Wie wollen sie ihn verhindern?
Man bekommt immer nur zur Antwort, dass das Klimaproblem nicht in Dörpen gelöst werden könne.
Aber wo und wie soll es denn gelöst werden?
Dazu geben sie keine Antwort.
Die Entscheidung für den Bau neuer Kohlekraftwerke liegt nun mal bei den örtlichen Gemeinderäten. Wenn diese nein zu einem geplanten Kohlekraftwerk sagen würden, dann wäre das ein Lösungsansatz.
Dabei fällt mir ein, wie würde wohl ein Dörpener Gemeinderat entscheiden, wenn die Gewerbesteuereinnahmen von Gesetzes wegen nicht an die Gemeinde sondern an den Bund gingen.
Ob dann immer noch so großes Interesse an einem solchen Projekt bestehen würde?
Ob dann auch alle CDU-Gemeinderatsmitglieder für ein Kohlekraftwerk plädieren würden?
Ob dann die Schwermetallemissionen immer noch irrelevant wären?
Ob dann eine gesundheitliche Gefährdung von den Kohlekraftwerken ausgehen würde?

oder
ob dann, wie in Ostfriesland (CDU-Fraktion Kreistag Leer) die Reinluft gefährdet wäre?

Wie kann es überhaupt sein, das in Ostfriesland (laut Aussage des CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Dieter Baumann) die Reinluft durch den Bau neuer Kohlekraftwerke gefährdet ist,  wo doch die CDU im Emsland genau das Gegenteil behauptet und die Luftverunreinigung als eine zu vernachlässigende Größe bezeichnet. Das Lieblingswort der emsländischen CDU dafür lautet immer wieder irrelevant.
Gelten in Ostfriesland etwa andere Maßstäbe in der Beurteilung von sauberer Luft als im Emsland?
Bin gespannt wie Frau Connemann diese Frage in ihrem ostfriesisch/emsländischen Wahlkreis beantworten will.
Das wird ein mächtiger Spagat.
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Zumila

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Aw: Politik im Emsland
« Antwort #12 am: 27. April 2009, 15:50:09 »

Use Bernd Busemann sagt auf dem Parteitag, dass man dem Druck der Straße nicht nachgeben werde.

Weiterhin schwallert man wortgewandt: Wir machen worauf es ankommt und nicht was ankommt.

In Dumpfsinn produzieren ist man stark.

Worauf kommt es denn an??

Auf den Wähler oder den Bürger offensichtlich nicht.

In Dörpen haben 150 Leute die Marschrichtung der Politik für mehrere 10.000 Bürger für die nächste Zeit bestimmt.

Das ist Demokratie.

Wie sagte doch so sinnhaft ein Besucher des Parteitages in Dörpen: Das ist für mich keine Demokratie mehr. Die können ja demonstrieren, aber doch nicht hier.

Herr gib Kraft:( und den CDU Granden Hirn.

Gruß aus Sögel
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hahel

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Aw: Politik im Emsland
« Antwort #13 am: 27. April 2009, 16:21:45 »

Was sollen die Politiker denn machen? Sollen die auf ein paar BI-Mitglieder hören? Die Politiker sind doch schließlich gewählt und können dann auch entscheiden! Das ist nun mal so in der Demokratie! Und außerdem, wer soll denn die Arbeitsplätze schaffen, die BI?
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Udo54

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Aw: Politik im Emsland
« Antwort #14 am: 27. April 2009, 16:59:54 »

Hallo Hahel,

ist das Ihr Ernst oder soll das Satire sein?

Unser politische System trägt durch Automaten, Roboter und Rationalisierung ja wohl vor allem zum Arbeitsplatzabbau bei, der dann nur durch verstärkten Produktausstoß aufgefangen werden kann. Was nun in der Krise nicht mehr funktioniert, da der Ausstoß nicht gesteigert werden kann, sondern sogar rückläufig ist.

Wenn Strom knapp und teuer für die Betriebe wird, dann lohnt sich menschliche Arbeit wieder. Strombereitstellung vernichtet also sehr viel mehr Arbeitsplätze als er schafft.

Mit freundlichen Grüßen

Udo Schuldt
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